Holzkohlegrill ist auf dem Balkon tabu

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Frankenberg. Grillen auf Balkonen von Mehrfamilienhäusern sorgt immer wieder für Streitigkeiten.

Frankenberg. Bei dem schönen Wetter im Wonnemonat Mai ließen sich bereits allerorten Grillgerüche wahrnehmen: Von Schwenkgrills, Holzkohlegrills, Gas- oder Elektrogrills. Doch gerade dieses Vergnügen ist leider immer wieder Grund für Streitigkeiten, darauf weist der Haus- Wohnungs- und Grundbesitzerverein Frankenberg hin.

Involviert seien Wohnungseigentümer, Mieter, Vermieter oder Grundstücksnachbarn. Generell gelte: "Gegrillt werden darf nur dann, wenn andere nicht belästigt werden", so der Vorsitzende Volker Feisel.

Das schließe grundsätzlich die Benutzung eines Holzkohlegrills auf dem Balkon aus. Abgesehen von der dadurch gegebenen Brandgefahr für das Gebäude und der Gefahr für die Bewohner, lasse es sich bei einem Holzkohlegrill nicht vermeiden, dass Rauch und Grilldünste direkt neben dem Balkonbereich auch in andere Wohnungen durch geöffnete Fenster oder Balkontüren eindringen. In der Folge seien andere Balkone nicht nutzbar und letztlich der Nachbar genötigt, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Ebenso sei ein Gasgrill auf einem Balkon – wenn auch ohne Rauchentwicklung – wegen der gleichwohl auftretenden Grilldämpfe nicht zulässig. Erlaubt sei hier allenfalls ein Elektrogrill, wenn es nicht zur Beeinträchtigung der Nachbarschaft komme, so der Vertreter von Haus & Grund. In diesem Zusammenhang räumt Feisel mit einem falschen Gemeinplatz auf: "Der manchmal vorgebrachte angebliche Grundsatz, jeder dürfe einmal pro Woche grillen, ist kein solcher, weil er in einem Mehrfamilienhaus mit beispielsweise zehn Wohnungen dazu führen würde, dass im Haus täglich mehrmals gegrillt wird".

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