Holzverkauf neu geregelt: Höhere Kosten kommen auf "kleine" Waldbesitzer zu

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CDU-Politiker besuchten die Russell'sche Guts- und Forstverwaltung Hohenborn in Zierenberg. Empfangen wurde die Delegation durch den Inhaber Philipp Viktor Russell sowie Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, die sich beide für die Interessen der heimischen Waldbesitzer einsetzen, (v. l.): Tobias Scherf, Alexander Lorch, Hildegard Krüger, Staatssekretär Oliver Wittke, Philipp Viktor Russell, Carl Anton Prinz von Waldeck und Pyrmont, Frank Wiegand, Thomas Viesehon und Heinrich Gerhardt.

HessenForst muss die Prozesse im Holzverkauf bei der Betreuung des Kommunal- und Privatwaldes anpassen. Aus Sicht des Verbandes gehen die Umstrukturierungen vor allem zu Lasten der kleineren Waldbesitzer.

Waldeck-Frankenberg - Seit einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf im März 2017 legt das Bundeskartellamt ein größeres Augenmerk auf die Holzvermarktung in den Bundesländern. Bisher wurden rund 77 Prozent der hessischen Wälder durch HessenForst bewirtschaftet, darunter zahlreiche Privat- und Kommunalwälder. Geht es nach dem Bundeskartellamt bleibt das nicht so.

HessenForst muss die Prozesse im Holzverkauf bei der Betreuung des Kommunal- und Privatwaldes anpassen. Nach einer Übergangsfrist darf der Landesbetrieb die besitzartenübergreifende Rundholz-Vermarktung für Privat- und Kommunalwaldbetriebe mit einer Größe über 100 Hektar dann nicht mehr übernehmen. Für die verbleibenden kleineren Privatwaldbesitzer werden dadurch die Kosten der Beförsterung und der Holzvermarktung steigen, wie Frank Wiegand, Präsidiumsmitglied für den Gemeinschaftswald im hessischen Waldbesitzerverband, befürchtet.

Aus Sicht des Verbandes gingen die Umstrukturierungen vor allem zu Lasten der kleineren Waldbesitzer. Es bestehe daher die Gefahr, dass die Bewirtschaftung vereinzelt eingestellt würde. Die Waldflächen in Hessen sind zahlreich und groß. Genauso sieht es dort bei den Eigentumsverhältnissen aus.

Der größte Anteil von rund 40 Prozent entfällt in Hessen auf das Land. Weitere 35 Prozent befinden sich im Eigentum der hessischen Kommunen und das verbleibende Viertel auf den Privatwald. Die privaten Eigentümer wiederum sind rund 60.000 Einzeleigentümer sowie 370 Waldgemeinschaften.

In einem Gespräch betonten sowohl die CDU-Politiker als auch die Vertreter der Waldbesitzer, dass das vornehmliche Ziel sein muss, die Wertschöpfung in der Region zu belassen. Alexander Lorch (CDU): „Ohne die regionale Wertschöpfung und Vermarktung des Holzes leidet die Kulturlandschaft im ländlichen Raum. Deswegen müssen alle politisch Entscheidenden gemeinsam daran arbeiten, dem Rohstoff Holz und der Pflege des heimischen Waldes eine größere Priorität einzuräumen.“

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