Immer schneller einkaufen

Von HELMUT KRMLER Region. In maximal 15 Minuten soll der Einkauf erledigt sein, sagen junge Verbraucher, wenn es um Lebensmittel geht. Nur jeder

Von HELMUT KRMLER

Region. In maximal 15 Minuten soll der Einkauf erledigt sein, sagen junge Verbraucher, wenn es um Lebensmittel geht. Nur jeder vierte 18- bis 29-Jhrige verweilt lnger als 30 Minuten in einem Geschft. 2007 war es noch jeder Dritte. Im Gegensatz dazu hat sich die Nachfrage nach Produkten aus der Region und nach guten Serviceleistungen deutlich erhht. Das sind Ergebnisse aus einer aktuellen Verbraucherbefragung, mit der das Verhalten von Kunden beim Einkauf von Lebensmitteln ermittelt wurde. Ergebnisse, die auch von vielen Lebensmitteleinzelhndlern in der Region besttigt werden.

In der aktuellen Verbraucherbefragung POS Marketing-Report 2009|2010 durchgefhrt von Lebensmittel Zeitung und der UGW Communication zeigtsich, dass sich das Verhalten beim Einkauf in den beiden Jahren seit der letzten Erhebung verndert hat: Die Kufer sind in Eile und achten auf deutlich nachvollziehbaren Mehr-Wert in Form von Kaufe drei, zahle zwei. Weitere Ergebnisse der Studie: Die Kunden kaufen entgegen ihrer Planung etwas undisziplinierter (38 % statt 35% in 2007) ein. Dabei lassen sie sich eher durch (Sonder)Angebote vor Ort inspirieren. Die Shopper gehen lieber dort einkaufen, wo die Frische der Produkte (1,5 auf der Skala von 1 = sehr wichtig bis 4 = berhaupt nicht wichtig) und Sauberkeit des Marktes (2,3) berzeugen. Zudem sind die Konsumenten preisbewusst und achten auf das Preis-Leistungs-Ver-hltnis (1,7), dennoch ist ihnen ein vielfltiges Produktangebot (1,8) ebenso wichtig wie freundlicher Kundenservice (1,9). Handzettel haben vor allemfr ltere Kunden weiter Bedeutung, durch personalisierte Newsletter knnen Konsumenten bis 50 Jahren gut erreicht werden. Handzettel werden bleiben, aber die Zukunft gehrt der Vernetzung von On- und Offline-Aktionen.

Was besonders auffllt:  Produkte aus der Region bekommen mehr Aufmerksamkeit als noch vor zwei Jahren. Vllig korrekt, besttigt Michael Ehlert vom Rewe-Markt in Grebenstein, es ist wirklich schade, dass es in Nordhessen nicht mehr Anbieter regionaler Produkte gibt. Wir wrden gerne noch mehr ins Sortiment aufnehmen. Verglichen mit der Auswahl regionaler Produkte, die seine Kollegen in Sdhessen anbieten, knnte es hier bei uns durchaus etwas mehr sein. Dass viele Kunden heimische Lebensmittel bevorzugen, zeige auch, dass sie bereit sind, etwas mehr Geld dafr auszugeben. Regionale Obst- und Gemsebauern oder Eierproduzenten knnen natrlich nicht in Massen produzieren und msen anders kalkulieren, erklrt Michael Ehlert.

Studie

Befragt wurden 701 Verbraucher bundesweit am POS (point-of-sale) von SB-Warenhusern, Verbraucher-, Super- und Drogeriemrkten in Deutschland. POS-Marketing-Report 2009|2010 von Lebensmittel

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