Initiative will weitere Stolpersteine in Bad Wildungen verlegen

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Der 80. und bislang letzte Stolperstein wurde 2014 für Siegfried Buchheim verlegt.

Um zwei weitere Erinnerungssteine für im 2. Weltkrieg verfolgte Stadtbürger des Kölner Künstlers Gunter Demnig installieren zu können, bittet die Initiative „Bad Wildunger Stolpersteine“ um Spenden.

Bad Wildungen. 80 Stolpersteine liegen schon im Stadtgebiet, um an das Leid ehemaliger Einwohner jüdischen Glaubens in der NS-Zeit zu erinnern. Für zwei weitere Personen sollen demnächst Steine verlegt werden.

 Seit 2006 wurden die Steine in fünf Etappen vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. Zuletzt geschah dies 2014 auf Initiative der Familie Buchheim aus den USA, deren Vorfahren in der „Kaffeemühle“ (Bahnhofstraße) lebten.

Nun stieß Heimatforscher Johannes Grötecke auf interessante Details zum letzten Lehrer der örtlichen jüdischen Gemeinde. Bislang waren dessen Name und Schicksal unbekannt und eine der letzten großen offenen Fragen zum Schicksal der Juden von Bad Wildungen. „Ich war ergriffen, als ich auf diese neue Spur stieß“, so der Mitinitiator der lokalen Stolpersteine.

„Die Recherchen laufen noch, aber schon jetzt ist klar, dass das Schicksal dieser Familie dramatisch war.“ So zog der Lehrer mit seiner Frau erst wenige Wochen vor der Pogromnacht nach Bad Wildungen und wurde später zwei Mal in ein Konzentrationslager deportiert.

Zur Finanzierung dieser Steine und weiterer Projekte ruft die Initiative zu Spenden auf. Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. Die Bankverbindung lautet: Stolpersteine Bad Wildungen, IBAN: DE 32 5235 0005 0002 7920 34.

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