Inklusion bedeutet Chancengleichheit

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Wiesbaden. Die Hessische Landesregierung verbessert die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Hessische Sozialm

Wiesbaden. Die Hessische Landesregierung verbessert die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner gab gestern in Wiesbaden den Startschuss zur Umsetzung des dritten Bausteins des Bund-Länder-Programms "Initiative Inklusion", mit dem die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben gefördert werden soll. "Mit dem dritten Baustein wollen wir Arbeitgeber gewinnen, die insbesondere Menschen mit einer Schwerbehinderung jenseits des vollendeten fünfzigsten Lebensjahres eine Chance auf dem Arbeitsmarkt in ihrem Unternehmen geben wollen", sagte Sozialminister Grüttner.

Als Anreiz für die Beschäftigung können Arbeitgeber bei Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages bei einer Beschäftigungsdauer von drei Jahren Inklusionsprämien in Höhe von insgesamt bis zu 10.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm erhalten. "Hessen stellt weitere 3.000 Euro aus der Ausgleichsabgabe für ein viertes Beschäftigungsjahr zur Verfügung, so dass Arbeitgeber in Hessen Inklusionsprämien von bis zu 13.000 Euro erhalten können", so der Sozialminister weiter.

Das Besondere in der Umsetzung dieses dritten Bausteines der Initiative Inklusion in Hessen ist das Angebot, Arbeitgebern und schwerbehinderten Arbeitssuchenden kompetente Ansprechpartner zur Seite zu stellen.

"Menschen mit Behinderung wollen und sollen arbeiten", unterstrich der Erste Beigeordnete des LWV Hessen, Dr. Andreas Jürgens, der die Vereinbarung unterzeichnete. "Ihr Anspruch, dabei unterstützt zu werden, ist in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert. Unser Ziel ist es, dies so wirkungsvoll wie möglich umzusetzen."

Das Integrationsamt des LWV Hessen wird das Programm praktisch umsetzen.

Die Förderung konkret:

Baustein 1 : Berufsorientierung schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler:

Gefördert werden Strukturen und Angebote, die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf bessere Möglichkeiten für eine berufliche Orientierung bieten. Zielgruppe in Hessen sind insbesondere Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Sinnesbehinderung, Körperbehinderung oder geistige Entwicklung. Der Baustein 1 hat eine Laufzeit von 2011 bis 2014.

Baustein 2 : Betriebliche Ausbildung schwerbehinderter Jugendlicher:

Ziel ist, Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Behinderungen in anerkannten Ausbildungsberufen zu schaffen. Der Baustein 2 hat eine Laufzeit von 2011 bis 2016. Berücksichtigt werden können Ausbildungsverhältnisse, die bis zum 31. Dezember 2013 beginnen. Rückwirkend können auch Ausbildungsverhältnisse berücksichtigt werden, die in 2011 begonnen wurden.

Baustein 3 : Arbeitsplätze für ältere arbeitslose oder arbeitsuchende schwerbehinderte Menschen:

Arbeitslose oder arbeitsuchende schwerbehinderte Menschen über 50 Jahre sollen verstärkt in den Arbeitsmarkt integriert werden. Insgesamt ist beabsichtigt, 340 neue Arbeitsplätze für Arbeitsverhältnisse, die spätestens am 31. Dezember 2015 begonnen haben, finanziell zu unterstützen.

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