100 Jahre SPD Frankenberg

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Des im KZ Majdanek 1944 ermordeten Frankenberger Sozialdemokraten Karl Richter gedachten im Anschluss an die Feierstunde vor der Museumsvitrine mit letzten Habseligkeiten aus dessen Nachlass (von links) Dr. Hendrik Sommer, Dr. Daniela Sommer, Hermann Hirt, Erhard Wagner, Hendrik Klinge und Dr. Edgar Franke.

Die Sozialdemokraten haben das große Jubiläum ihrer Partei gefeiert - es ist die älteste in Frankenberg.

Frankenberg - Die SPD ist die älteste Partei in Frankenberg. Das 100-jährige Bestehen haben rund 100 Sozialdemokraten und Gäste aus Waldeck-Frankenberg kürzlich in der Mauritiuskapelle des Museums im Kloster gefeiert. In seiner Rede erinnerte der Vorsitzende Hendrik Klinge an die Jahre, in denen die SPD Widerstand gegen Monarchie und Nationalsozialismus geleistet habe.

„Und auch heute haben wir eine Zeit, die mir manchmal Angst bereitet. Wer glaubte, der um sich greifende Rechtsextremismus in Europa mache vor Deutschland halt, der wurde eines Besseren belehrt“, sagte er. Es sei weiterhin eine „wichtige Aufgabe der SPD, Bollwerk gegen den neuen Faschismus zu sein“ Auch MdB Dr. Edgar Franke ging auf die Geschichte der SPD ein. „Ohne sie hätte es keine Demokratie und diesen Sozialstaat in Deutschland, auch keine Aussöhnung mit dem Osten gegeben“, sagte Franke. Er erinnerte an Bürgermeister Sepp Waller und den Ortsvereinsvorsitzenden Otto Nolte als besondere Persönlichkeiten in der Geschichte der Frankenberger SPD.

SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer wie auch ihr Mann Dr. Hendrik Sommer, SPD-Unterbezirksvorsitzender, lobten die Initiative von Hendrik Klinge in Frankenberg, durch die sich die Jungsozialisten in den letzten Jahren wieder mehr für Demokratie und soziale Gerechtigkeit eingesetzt hätten. „Wir sind ein wirklich starker Ortsverein, bei uns treffen sich Generationen“, hob Daniela Sommer hervor.

In seinem Festvortrag schilderte Karl-Hermann Völker die Aufbruchsstimmung, mit der im Januar 1919 in Frankenberg erstmals wieder Sozialdemokraten nach Jahren des Bismarck-Verbots und antisemitischer Angriffe durch die Böckel-Bewegung politisch Verantwortung trugen. Völker schilderte auch den Neubeginn nach 1946, zeigte frühere Kandidatenlisten und Wahlergebnisse und ging auf kommunalpolitische Projekte wie Altstadtsanierung und Fußgängerzone ein.

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