Jahresbilanz 2011 der Gesundheit Nordhessen Holding AG verbessert

Kassel. Mit einem Gewinn von 9,35 Mio. Euro hat die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) 2011 zum dritten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis

Kassel. Mit einem Gewinn von 9,35 Mio. Euro hat die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) 2011 zum dritten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielt. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um mehr als fünf Prozent gesteigert werden. Wie in den vergangenen Jahren kann den Beschäftigten der 2011 einbehaltene Gehaltsanteil fast vollständig zurückgezahlt werden.

Die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) ist ein Dienstleistungsverbund für die ambulante und stationäre Krankenversorgung sowie die Seniorenbetreuung. Mit fünf Krankenhäusern bietet die Holding nahezu das gesamte medizinische Leistungsspektrum und versorgt jährlich über 72000 stationäre Patientinnen und Patienten. Zentrale Einheit ist das Klinikum Kassel als größtes kommunales Krankenhaus Hessens, außerdem gehören zur Holding die Kreiskliniken Kassel mit Standorten in Bad Karlshafen-Helmarshausen, Hofgeismar und Wolfhagen sowie das Krankenhaus Bad Arolsen. Das Angebotsspektrum wird durch zwei Reha-Zentren sowie durch die Seniorenwohnanlagen mit ambulantem Pflegedienst ergänzt. Mit rund 4800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 370 Ausbildungsplätzen gehört die GNH zu den größten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben der Region.

Die deutschen Krankenhäuser waren 2011 erneut von Maßnahmen zur Kostendämpfung betroffen, insbesondere zur Sanierung der Krankenkassen. Durch gesetzliche Vorgaben durfte die Vergütung der Krankenhausleistungen in Hessen nur um rund ein Prozent steigen, bei gleichzeitigen Kostensteigerungen für die Kliniken von 2,5 bis 3 Prozent. Dass die Gesundheit Nordhessen trotzdem zum zweiten Mal auf das erfolgreichste Jahr seit ihrer Gründung 2002 zurückblicken kann, begründete Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard M. Sontheimer mit Einmaleffekten aus der Auflösung von Rückstellungen aus früheren Jahre sowie einer Leistungsausweitung. So wurden komplexere Erkrankungen und insgesamt mehr stationäre Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern der Gesundheit Nordhessen behandelt (2011: 72.697 Pat., 2010: 68.455).

Die Klinikum Kassel GmbH einschließlich Kinderkrankenhaus Park Schönfeld und Zentrum für medizinische Versorgung konnte 2011 trotz des Ausfalles der Zentralsterilisation im Februar mit einem Überschuss von 6,6 Mio. Euro abschließen (2010: 5 Mio.). Die für mehrere Wochen reduzierte OP-Kapazität wurde teilweise durch den Ausbau der Herzchirurgie ab April 2011 kompensiert.

Die zweite Jahreshälfte war geprägt von der Inbetriebnahme des neuen Zentrums für Frauen- und Kindermedizin am Klinikum mit 250 Betten und rund 500 Beschäftigen, die jährlich 16.000 stationäre und 60.000 ambulante Patienten behandeln. Damit ist der erste Teil der Zielplanung für das Klinikum Kassel abgeschlossen, der insgesamt 116,5 Mio Euro ge-kostet hat. Der Betrieb des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld wurde in das neue Zentrum für Frauen- und Kindermedizin integriert. Der alte Standort wurde zum Jahresende geschlossen, die Immobilie soll verkauft werden.

Die Krankenhaus Bad Arolsen GmbH konnte ihre Leistungen deutlich steigern und ihren Fehlbetrag auf 135.500 Euro verringern (2010: Fehlbetrag 232.900 Euro). Die durch die Schließung der Geburtshilfe reduzierte Patientenzahl wurde durch zusätzliche Patienten in der Chirurgie und der Inneren Medizin fast ausgeglichen.

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