Jahresbilanz und Einstimmung auf das Wahljahr

Frankenberg. Ein reichhaltiges Programm bot die letzte Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Frankenberg.Thomas Müller und Pierre Brandenstein

Frankenberg. Ein reichhaltiges Programm bot die letzte Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Frankenberg.

Thomas Müller und Pierre Brandenstein zogen in ihren Berichten ein positives Fazit ihrer Tätigkeiten seit dem Frühjahr. So sei es der Partei nach der verlorenen Bürgermeisterwahl mit vereinten Kräften gelungen, sich neue, funktionierende Arbeitsstrukturen zu geben. Dies habe es ermöglicht, wichtige politische Themen sachgerecht zu behandeln und in einen stetigen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern Frankenbergs zu treten. Als jüngste Beispiele wurden der Besuchstermin bei Oberstleutnant Elmar Henschen, dem Kommandeur des Eloka-Bataillons 932, sowie der Informationsbesuch zur Nuhne-Renaturierung genannt. Müller und Brandenstein kündigten gemeinsam mit Stadtrat Thomas Rampe an, die inhaltliche Arbeit des Stadtverbandes in den nächsten Monaten verstärken zu wollen. Aus diesem Grund werden die politischen Interessen der Frankenberger CDU-Mitglieder derzeit mittels eines Evaluationsbogens abgefragt.

Über den Sachstand der Debatte zu einem möglichen Kauf des Dampfmaschinenmuseums informierte Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse die Mitglieder. Nach einer engagierten Diskussion wurde aus der Mitgliederschaft heraus der Antrag gestellt, die Stadtverordnetenfraktion der CDU aufzufordern, einem Kauf des Museums auf dem ehemaligen Stoelcker-Gelände durch die Stadt Frankenberg nicht zuzustimmen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Als besonderen Ehrengast konnten die Frankenberger Christdemokraten den Vorsitzenden der CDU-Fraktion im hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner aus dem nahen Lahntal begrüßen.

Dr. Wagner beklagte den Verlust von etwa 2,5 Millionen ehemaliger CDU-Wähler, die in den vergangenen Jahren zu Nichtwählern geworden seien. Er forderte die CDU insgesamt auf, sich mehr "um die Stammkundschaft" zu bemühen: "Je mehr unsere Stammwähler motiviert sind, desto größer ist auch die Anziehungskraft der CDU auf andere. Die CDU ist deshalb gut beraten, wenn sie nicht versucht SPD und Grüne zu kopieren, sondern verstärkt auf das Original setzt."

In diesem Zusammenhang erteilte Dr. Wagner Schwarz-Grün auf Landes- und Bundesebene eine deutliche Absage.

Das Nonplusultra für jeden CDU-Wahlkämpfer im Jahr 2013 müsse es deshalb sein, dass Volker Bouffier hessischer Ministerpräsident bleibe, erklärte Dr. Wagner.

Im Anschluss wurde langjährige Mitglieder der CDU Frankenberg für ihre Mitgliedschaftsjubiläen geehrt. Für vierzigjährige Mitgliedschaft wurden Joy Thonet und Ehrenstadtrat Günther Langendorf ausgezeichnet. 25 Jahre Mitglied in der CDU sind Norbert Pfuhl (Röddenau), Karl Hecker-Michel (Dörnholzhausen), Dr. Gero Hütte-von Essen und Mahmoud Mohtadi. Joy Thonet und Mahmoud Mohtadi konnten leider nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Die Auszeichungen werden nachgeholt. Die Ehrungen wurden von Thomas Müller, Pierre Brandenstein und Thomas Rampe gemeinsam mit Dr. Christean Wagner und den beiden Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz vorgenommen.

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