Jusos: Sperrstunde vertreibt die jungen Menschen aus dem Landkreis

Korbach. Die Korbacher Jusos halten die bevorstehende Sperrstunde in Korbach für den falschen Weg. "Durch diesen Schritt wird unsere Stadt weite

Korbach. Die Korbacher Jusos halten die bevorstehende Sperrstunde in Korbach für den falschen Weg. "Durch diesen Schritt wird unsere Stadt weiter an Attraktivität für junge Menschen verlieren", meint Juso-Vorsitzender Karsten Zolna. "Ob es ums Einkaufen oder um die Freizeitangebote geht: Schon jetzt bietet unsere Stadt wenig für junge Menschen. Da darf man sich nicht wundern, dass es sie in ihrer Freizeit in die größeren Städte zieht, oder dass sie dann irgendwann auch ganz die Region verlassen."

Durch die Sperrzeit werde den Lokalen auch die Chance genommen, an älteren Gästen Umsatz zu machen. "Ich denke, jeder saß schon einmal nachts in einem Korbacher Lokal und konnte den Betrieb beobachten", so Jasmin Meergans, "man kann nicht ernsthaft denken, dass die wegfallenden Umsätze keine Auswirkungen auf die Korbacher Wirtschaft hätten."

Die Aussage: "Die meisten Gastronomiebetriebe haben um 3 Uhr sowieso schon geschlossen", ist für die Jusos nur ein misslungener Rechtfertigungsversuch. "Man setzt Restaurants, Imbisse und Eisdielen mit Kneipen gleich, die jedoch völlig verschiedene Zielgruppen haben. Hier vergleicht die Stadt Äpfel mit Birnen", heißt es in der Pressemitteilung.

Das Problem, welches Bürgermeister Friedrich lösen will, kennen die Jusos. Es sei aber der falsche Weg: "Mit Restriktionen und Verboten wird wenig erreicht, die Probleme werden lediglich verlagert. Mehr Präventionsarbeit wäre stattdessen nötig", meint der Jungsozialist Eric Friedewald.

Es sei zudem nur eine Minderheit für Vandalismus und Lärmbelästigungen verantwortlich. "Mit der Sperrzeit wird der großen Mehrheit Unrecht getan."

Die Jusos Korbach fordern den Bürgermeister Klaus Friedrich und die Stadt Korbach auf, die Sperrzeit nochmals zu überdenken und andere Wege zur Bekämpfung von Vandalismus und Lärmbelästigungen zu finden.

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