Staatsanwaltschaft hat im Wilke Wurstskandal nun mehrere Personen im Visier: Zwangsversteigerung droht

Todesfälle durch Keime in Wurst
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Die Kasseler Staatsanwaltschaft hat laut Hessischem Rundfunk ihre Ermittlungen im Fall Wilke ausgeweitet.

Die Kasseler Staatsanwaltschaft hat laut Hessischem Rundfunk ihre Ermittlungen im Fall Wilke ausgeweitet. Demnach sind neben dem Geschäftsführer auch die stellvertretende Geschäftsführerin und der Produktionsleiter der Fleisch- und Wurstwarenfabrik im Fokus der Ermittler.

Twistetal - Die Firma ist seit Oktober 2019 in der Insolvenz. Damals hatte die Kreisverwaltung die Schließung der Fabrik angeordnet, nachdem es wiederholt zu eklatanten Hygienemängeln gekommen war und ein direkter Zusammenhang mit tödliche Listerien hergestellt wurde, die als Ursache für mehrere Todesfälle in Deutschland gelten.

Danach wurde bekannt, wie der Wurstwarenhersteller mit Billiglohnkräften umgegangen sein soll und welche Bedingungen herrschten. Gleichzeitig fehlte es am Kapital. Schon kurz nach Insolvenzverkündung, war klar, dass der Staat (Landkreis und Land) einspringen mussten, um eine Entsorgung der Produkte, Stromkosten und die Ammoniakentsorgung zu gewährleisten. Die Produktionsstätte samt Firmengelände ist mittlerweile online für rund 1,7 Millionen Euro zum Kauf angeboten worden.

Wilke Wurstwaren ist außer Stande, die noch laufenden Verbindlichkeiten zu bedienen. Dr. Mario Nawroth, Insolvenzverwalter der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG, hatte zwar noch dafür gesorgt, dass die Arbeitnehmer nachträglich ihr September-Gehalt erhalten. Im Rahmen der Insolvenzgeld-Vorfinanzierung dankte er den Behörden, insbesondere dem Regierungspräsidium Kassel, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie darüber hinaus auch der Sparkasse Waldeck-Frankenberg für die enge Abstimmung und Begleitung im Antragsverfahren. Doch nach ersten Gesprächen mit einem möglichen Käufer, die sich offensichtlich nicht weiterentwickelten, könnte vielleicht auch eine Zwangsversteigerung drohen.

Lesen Sie dazu auch: Schuld und Versagen im Fall Wilke Wurstwaren

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