,Kein Grund zu jubeln’

Landrat Dr. Kubat bei der Unterzeichnung des Rahmenvertrages. Im Hintergrund Waltraud Crede, die Direktorin des Staatlichen SchulamtesWald

Landrat Dr. Kubat bei der Unterzeichnung des Rahmenvertrages. Im Hintergrund Waltraud Crede, die Direktorin des Staatlichen Schulamtes

Waldeck-Frankenberg. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg kann die Schulsozialarbeit vorerst weiterlaufen. Landkreis, Schulamt und Schulleiter unterzeichneten im Kreishaus eine entsprechende Rahmenvereinbarung, die die Schulsozialarbeit sichert. In langen und zhen Verhandlungen ist es uns gemeinsam gelungen, ein neues Fundament zu gieen und zu einem fairen Miteinander in der Finanzierung der Arbeit zu finden, so Landrat Dr. Reinhard Kubat.Im vergangenen Jahr war die Schulsozialarbeit in Gefahr geraten, da sich das Land aus der Drittelfinanzierung zurckgezogen hatte mit der Begrndung, die Schulsozialarbeit sei allein Sache der Landkreise. Die Schulen bernehmen das fehlende Drittel aus ihrem Personalbudget fr Lehrerstellen, den Rest von rund 300.000 Euro trgt der Landkreis aus den Jugendhilfemitteln und der von den Kommunen erbrachten Schulumlage. Der Kreiselternbeirat Waldeck-Frankenberg begrt es grundstzlich, dass durch die endlich erfolgte Rahmenvereinbarung zwischen dem Landkreis, dem Staatlichen Schulamt sowie den 13 beteiligten Schulen die erfolgreich angelaufene Schulsozialarbeit in Waldeck-Frankenberg wenigstens kurzfristig fortgesetzt werden kann.Ein Grund zum Jubeln ist dies jedoch nicht, da sich das Land faktisch aus der Verantwortung heraus stiehlt, indem es die Schulen vllig unzumutbarerweise vor die Entscheidung stellt, im Rahmen der Budgetverantwortung die Wahl zwischen Sozialarbeit oder Unterricht zu treffen.Dies ist eine absolute Minimallsung, die wirklich nur als Provisorium angesehen werden kann und darf, betonte Inga Zekl, stellvertretende Kreiselternbeiratsvorsitzende. Wir haben eine bereits schn gerechnete Lehrerversorgung von unter 100 Prozent und sollen davon noch Stunden fr die Schulsozialarbeit abziehen? Das ist nicht nur auf lngere Sicht vllig unhaltbar.Diese Situation fhre zwangslufig dazu, dass es schon bei der kleinsten Erkltungswelle zu erheblichen Unterrichtsausfllen kommen werde, befrchten die Eltern. Auch die Tatsache, dass bislang nur an 13 der 67 Schulen in Waldeck-Frankenberg Schulsozialarbeit angeboten wird, ist fr uns extrem unbefriedigend.Wir wissen, dass mindestens noch 20 weitere Schulen gerne teilnehmen wrden, diese haben bislang aber nicht einmal eine Perspektive oder gar eine Zeitschiene, beklagte Petra Pohlmann, Vorstandsmitglied des Kreiselternbeirates. Auch die Beschftigung der Schulsozialarbeiter in Halbtags-Arbeitsverhltnissen sei nicht ausreichend. Besser gestalte sich die Situation lediglich in den Korbacher Schulen, weil die Kreisstadt uerst lblicherweise die Schulsozialarbeit an den Schulen im Stadtgebiet mit einem weiteren, ber die Schulumlage hinausgehenden Zuschuss untersttze.

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