Keine Deponie des Jahrhunderts

Waldeck-Frankenberg. Als der hessische Landwirtschaftsminister Dr. Werner Best die Deponie Flechtdorf im August 1973 erffnete, hieen die

Waldeck-Frankenberg. Als der hessische Landwirtschaftsminister Dr. Werner Best die Deponie Flechtdorf im August 1973 erffnete, hieen die Schlagzeilen Mllprobleme fr ein Jahrhundert gelst, 100.000 Menschen fr lange Zeit ohne Mllsorgen.Am 16. Juli 2009 ging weitgehend unbemerkt von der ffentlichkeit die ra der Abfallbeseitigung in unserem Landkreis zu Ende. Es gibt keine Ablagerungsgenehmigung mehr fr den letzten Deponieabschnitt. In den 36 vergangenen Jahren wurden auf 11,5 Hektar rund 2 Millionen. Kubikmeter Abfall eingelagert. Der Abfall wurde bis zu 60 Metern Hhe aufgeschttet. Es besteht jetzt noch die Mglichkeit, mineralische Abflle, wie Bauschutt, abzuladen, was bereits seit 2005 dort auschlielich geschehe, so die Kreisverwaltung. Fr die Einwohner des Landkreises ndere sich durch die Deponieschlieung nichts. Wie bisher knnen die anderen Abflle nach Flechtdorf gebracht werden. Alle sonstigen Einrichtungen bleiben in Betrieb. Die anfallenden Haus- und Gewerbeabflle aus dem Landkreis werden in einer Vorbehandlungsanlage im Bereich der Deponie sortiert und zur energetischen Verwertung genutzt oder dem Recycling zugefhrt. In den nchsten Jahren sollen an der Deponie noch 50.000 Kubikmeter Schlacke und belasteten Bden abgeladen werden. Die Oberflche wird danach auf rund sechs Hektar mit einer 3,50 Meter starken Dichtung versehen. Fr mindestens 30 weitere Jahre mssen intensiv die Umweltauswirkungen beobachtet und betreut werden. Das Geld hierfr ist vom beauftragten Eigenbetrieb Abfallwirtschaft bereits in den vergangenen Jahren angespart worden, so dass dafr knftig keine Kosten auf den Gebhrenzahler zukommen.Seit den neunziger Jahren hat sich im Bereich der Deponie ein Entsorgungsstandort entwickelt.Neben einer Groklranlage hat der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft ein Kompostwerk, ein Biomassekraftwerk und einen Wertstoffhof errichtet. Lager fr Bauschutt und Erdaushub sind entstanden. Ein Umschlagplatz fr Elektroaltgerte, Schrott, Altholz und sonstige Wertstoffe komplettiert die Anlage. Seit 2005 sortiert ein Entsorgungsunternehmen die Restabflle des Landkreises in einer eigenen Anlage auf ehemaligen Deponiegrundstcken des Landkreises. Mittlerweile setzt der Betrieb mit seinen Beteiligungen jhrlich rund 12 Millionen Euro und rund 80.000 Tonnen Abfall um.

Von der Deponie zum Energiestandort: ber das Thema Energie informierten sich die Jungen Liberalen beim Besuch der Biogasanlage in Flechtdorf.

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