Keine Hähnchenmast in Waldeck: Landwirt zieht Bauantrag zurück

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Da dem Landwirt drohte, die Existenzgrundlage seines Ackerbaubetriebes zu verlieren, fiel die Entscheidung gegen die Hähnchenmast.

Den angedachten Hähnchenmastbetrieb in Waldeck wird es nicht geben. Der Landwirt hat den Bauantrag zurückgezogen. Die politische Erpressung im Kreistag sei zuletzt zu groß gewesen, kritisiert der Bauernverband.

Waldeck – Das Ende des geplanten Hähnchenmastbetrieb in Waldeck kam überraschend. Der Landwirt und seine Familie haben den Bauantrag für den Maststall zurückgezogen.

Als Grund nannte er den Antrag von den Grünen im Kreistag, die wollten (wie hier berichtet) der Domanialverwaltung vorschreiben, das keine kreiseigenen Pachtflächen mehr zur Verfügung gestellt werden, „wenn diese zur Verwirklichung von Vorhaben dienen, die dem Bereich der industriellen Landwirtschaft zuzuordnen sind“.

Da dem Landwirt dadurch drohte, die Existenzgrundlage seines Ackerbaubetriebes zu verlieren, fiel die Entscheidung gegen die Hähnchenmast.

Der Kreisbauernverband verurteilt diese Art der Politik auf das Schärfste und spricht von Erpressung: „Unser Mitglied hat keine Straftat begangen, sondern hat sich immer an geltendes Recht und Gesetz gehalten.“

Die Fraktion der Grünen habe indes mit ihrem Antrag das bisher laufende rechtsstaatliche Verfahren unterlaufen, mit Unterstützung von AfD und SPD: „Dieses erpresserische Verhalten der genannten Fraktionen ist ein Paradebeispiel für den Umgang der politischen Kultur, aber auch des fairen Umgangs miteinander“, so der Kreisbauerverband.

Auseinandersetzungen bis hin zu Morddrohungen

Die jahrelangen Anfeindungen durch Mastgegner gipfelten zuletzt sogar in Morddrohungen, die offen ausgesprochen wurden und auch die Geschäftsführung des Kreisbauernverbandes trafen. Der Verband hat nun rechtliche Schritte eingeleitet.

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