Keine Priorisierung mehr: Tausende warten im Kreis auf eine Impfung gegen Corona

Jetzt ist jeder impfberechtigt. Doch die Impfzentren, wie in Korbach, müssen Impfwillige um Geduld bitten, da weiterhin nur begrenzt Impfstoffe vorhanden sind.
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Jetzt ist jeder impfberechtigt. Doch die Impfzentren, wie in Korbach, müssen Impfwillige um Geduld bitten, da weiterhin nur begrenzt Impfstoffe vorhanden sind.

In Waldeck-Frankenberg warten noch Tausende der bisher berechtigten Priorisierungsgruppen auf ihre Impfung, da weiterhin der Impfstoff nur begrenzt zur Verfügung steht.

Korbach. Zwar hat die Bundesregierung beschlossen, dass am 7. Juni die Priorisierung für die Corona-Impfungen aufgehoben wird und nun jeder für eine Schutzimpfung berechtigt ist. Trotzdem warten allein in Waldeck-Frankenberg noch Tausende der bisher berechtigten Priorisierungsgruppen auf ihre Impfung, da weiterhin der Impfstoff nur begrenzt zur Verfügung steht.

Termine im Impfzentrum Korbach sind von der Anmeldung beim Land Hessen abhängig. Das macht die Kreisverwaltung deutlich. Impfwillige können sich per Telefon über Tel. 0611 505 92 888 oder Tel. 116 117 oder online unter www.impfterminservice.hessen.de oder www.impfterminservice.de für eine Impfung anmelden.

Der Gesundheitsdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese betont: „Es steht unserem Impfzentrum nicht mehr Impfstoff zur Verfügung. Wir bitten daher weiterhin um Geduld, was die Vergabe von Impfterminen angeht.“ Zumal der Landkreis keinen Einfluss darauf habe, da die Steuerung über das Land Hessen läuft. Zusätzlich zum Terminvergabeportal des Landes könne jeder bzgl. eines Termins auch Rücksprache mit dem eigenen Hausarzt halten.

Kreis schließt vorerst den Nachrücker-Pool

Die Impfnachrücker-Plattform des Landkreises ist proppenvoll. Viele warten Tag für Tag auf die eventuell übrig bleibenden Impfdosen, die dann am Impfzentrum per Zufallsprinzip vergeben werden. Doch wegen der entfallenden Priorisierung setzt der Kreis diese Anmeldemöglichkeit vorerst aus.

„Wir haben aktuell noch fast 8.000 Angehörige der berechtigten Priorisierungsgruppen nach Impfverordnung im Nachrücker-Pool, dass wir die Registrierung für neue Nachrücker vorerst aussetzen müssen“, erklärt Frese.

Bereits angemeldete Nachrücker haben weiterhin die Chance, per Zufallsprinzip einen spontanes Impfangebot zu bekommen. Die Anmeldung neuer Personen pausiert, bis die sich die Zahl im Pool deutlich verringert hat. „Wenn dies abzusehen ist, werden wir die Anmeldemöglichkeit wieder öffnen und dies dann entsprechend kommunizieren“, so der Erste Kreisbeigeordnete weiter.

„Geduld und Besonnenheit“ seien weiterhin gefragt, was das Impfen angeht.

„Wir sind in Waldeck-Frankenberg auf einem guten Weg.“ Mit Stand 6. Juni habe man im Landkreis durch die mobilen Teams und im Impfzentrum insgesamt 76.132 Impfstoffdosen verabreichet, 49.741 Erstimpfungen Impfquote: 31,8 Prozent) und 26.391 Zweitimpfugen Impfquote: 16,9 Prozent).

Die weiterhin unbekannte Anzahl an Dosen, die die Hausärzte verimpfen, kommen noch hinzu. „Wir hoffen, dass wir – abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes – gemeinsam mit den niedergelassenen Praxen und Betriebsärzten zeitnah allen Menschen im Landkreis ein Impfangebot machen können.“

Die Inzidenz im Kreisgebiet betrug zu dem Zeitpunkt 42,2 154 aktuell Infizierte/ 7 Coronapatienten in den Kliniken).

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