Umweltministerin Hinz weiht neue KellerwaldUhr ein

Die neue Kellerwalduhr des Nationalparks Kellerwald-Edersee wurde feierlich eröffnet.
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Die neue Kellerwalduhr des Nationalparks Kellerwald-Edersee wurde feierlich eröffnet.

Mit der Kellerwalduhr wurde in Frankenau das dritte Informations- und Bildungszentrum des Nationalparks Kellerwald-Edersee eingeweiht.

Frankenau. Wie entwickelte sich der Kellerwald eigentlich? Was gibt es dort zu entdecken? Und wie wurde der Wald im Lauf der Zeit genutzt? Wer sich für die Geschichte des Nationalparks Kellerwald-Edersee interessiert und wem dabei solche Fragen unter den Nägeln brennen, der erhält in der neuen „KellerwaldUhr“ in Frankenau Antworten.

Am 13. Oktober wurde das neue Informationsgebäude des einzigen hessischen Nationalparks eingeweiht. Die neue Kellerwalduhr soll ebenso wie die vorherige Kellerwalduhr ein Informations- und Bildungszentrum sein. Nicht nur für Familien und Wanderer, sondern auch für Schulklassen und Kindergartengruppen. Mit der Ausstellung „WaldMensch im FeuerKreis“ wird die Geschichte des Kellerwalds dargestellt. Sie beinhaltet verschiedene Zeitabschnitte des heutigen Nationalparks. Dabei geht die Ausstellung nicht nur auf den natürlichen Wandel des Kellerwalds ein, sondern vor allem auf die Einflüsse des Menschen auf den Wald sowie die Einflüsse des Waldes auf den Menschen.

„Hier ist man selbst der Zeiger der Uhr und durschreitet den Zeitkreis“, sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz, die eigens angereist war, um die Kellerwalduhr feierlich zu eröffnen. „Heute schlägt die Stunde der Kellerwalduhr“, betonte sie in ihrer Rede. Auch Frankenaus Bürgermeister Björn Brede baute ein Wortspiel in seine Rede ein, indem er bemerkte, dass der neuen Kellerwalduhr noch eine Uhr fehle. Daher war sein Einweihungsgeschenk eine Uhr mit dem Frankenauer Wappen. Nationalparkleiter Manfred Bauer freute sich, dass das Bauprojekt nach langer Planung endlich realisiert wurde. „Der Bau hat nur rund ein Jahr gedauert, aber das Projekt hat sich ähnlich lange hingezogen wie die Sanierung der Berliner Oper“, bemerkte er mit einem Augenzwinkern.

Allgemein war die Stimmung sehr gut. Viele Vertreter der Kommunal- und Landespolitik, Verantwortliche und Interessierte waren anwesend, um an der ersten Führung durch die Kellerwalduhr unter Leitung von Jutta Seuring, Leiterin der Abteilung für Kommunikation, Bildung und Naturerleben, teilzunehmen. Auch die Angestellten des Nationalparks waren begeistert.

„Bereits in der alten Kellerwalduhr konnten wir in manchen Jahren Besucherzahlen von weit über 10.000 Personen verzeichnen und ähnlich gut besucht ist auch die nahegelegene Quernstkapelle. Das kann man anhand der Besucherbücher ablesen“, sagte Ranger Thomas Kull. „Deswegen ist es wichtig, dass wir nun auch am südlichen Eingang des Nationalparks eine Anlaufstelle und Informationseinrichtung haben“, so Kull. Dort könnten sich die Wanderer, Besucher und Schulklassen zunächst über den Nationalpark informieren, bevor sie ihn hautnah erleben. Dies sei auch in Hinsicht auf die touristische Förderung der Region überaus wichtig.

Die Kosten für den 334 Quadratmeter großen Neubau liegen bei rund 1,5 Millionen Euro. Dabei wurde vor allem auf eine nachhaltige Energieversorgung geachtet. Auch die Barrierefreiheit war ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung der Kellerwalduhr, die für alle Menschen zugänglich sein soll. So wurden beispielsweise Audioelemte installiert, um die Informationen auch für Sehbehinderte zugänglich zu machen.

In Zukunft wird die Kellerwalduhr von November bis März an Samstagen und Sonntagen sowie täglich in den Ferien von 10 Uhr bis 16 Uhr für Besucher geöffnet sein. Von April bis Oktober können Interessierte die Kellerwalduhr täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr besuchen.

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