Kleiner Ausblick auf 2015

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Diese Änderungen erwarten uns im kommenden Jahr.

Waldeck-Frankenberg. Wie zu jedem Jahresanfang gibt es eine Menge Änderungen, die unsere Beachtung verdienen. Besonders wichtig: bei jeder Änderung gibt es  auch wieder Einschränkungen und Ausnahmen.

Der Beitragssatz zur Krankenversicherung sinkt von 15,5 auf 14,6 Prozent, allerdings dürfen die Krankenkassen wieder Zusatzbeiträge erheben. Der Rentenbeitrag verringert sich voraussichtlich um 0,2 Prozent auf 18,7 Prozent. Der Beitrag zur Pflegeversicherung hingegen steigt auf 2,35 Prozent oder 2,6 Prozent für Kinderlose. Das Porto für den Standardbrief steigt ab Januar erneut um zwei Cent auf dann 62 Cent. Die Rundfunkgebühr soll ab April von 17,98 Euro auf 17,50 Euro monatlich sinken.

Ab Januar gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde - allerdings nicht für Jugendliche unter 18 Jahren, Praktikanten, Langzeitarbeitslose oder Ehrenamtliche. Hartz-IV-Empfänger bekommen mehr Geld, acht Euro für Alleinstehende. Ab Juli steigt der Pfändungsfreibetrag auf 1070 Euro. Soviel ist monatlich vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt.

Erstmals seit 2000 sinkt die Umlage für die Ökostrom-Förderung. Nur ein Drittel der Versorger reduziert laut Vergleichsportalen allerdings auch den Strompreis. Bei den Gasversorgern will demnach nur jeder zehnte die Preise senken.

Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre sind, müssen ab 2015 ausgetauscht werden. Bisher galt eine Austauschpflicht nur für Heizungen, die vor dem Jahr 1978 eingebaut worden sind.Jetzt gilt: Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut worden sind, dürfen ab Januar nicht mehr betrieben werden. Auch in den Jahren darauf müssen alle Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, ausgetauscht werden. Ausnahmen: Immobilienbesitzer, die das Haus oder die Wohnung bereits zum 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben, müssen die Heizkessel nicht nachrüsten. Grundsätzlich ausgenommen sind von der Austauschpflicht auch so genannte Brennwertkessel und Niedertemperatur-Heizkessel, die einen höheren Wirkungsgrad haben.

In Kraft treten soll 2015 das neue Maklerprinzip: Wer bestellt, bezahlt. In der Regel soll dies künftig der Vermieter sein, nicht mehr der Mieter. In besonders nachgefragten Wohngebieten soll die Mietpreisbremse den Anstieg der Mieten verlangsamen.

Der Garantiezins für Lebensversicherungen sinkt zum 1. Januar weiter: von 1,75 auf 1,25 Prozent. Diesen Zins dürfen Versicherungen ihren Kunden höchstens als Rendite garantieren, und zwar für den Sparanteil. Betroffen sind nur Neuverträge.

Das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen steigen leicht. Pflegende können sich ab Januar zehn Tage lang vom Arbeitgeber freistellen lassen, etwa 90 Prozent des Nettolohns zahlt in dieser Zeit die Pflegeversicherung. Arbeitnehmer in Firmen mit mehr als 15 Mitarbeitern haben Anspruch auf 24 Monate Familienpflegezeit.Auf der Verpackung von frischem oder tiefgefrorenem Fleisch von Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege muss ab April stehen, in welchem Land das Tier aufgezogen und geschlachtet wurde. Für unverpacktes oder verarbeitetes Fleisch gilt das nicht.

Ab Mai gelten strengere Regeln bei Auskünften aus dem Melderegister - Daten für Werbung oder Adresshandel dürfen dann nur noch mit Zustimmung des Betroffenen übermittelt werden. Vermieter müssen ab Mai wieder Ein- und Auszug von Mietern beim Einwohnermeldeamt bestätigen.

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