Kommunen im Südkreis verlängern Bemühungen für besseres Wasser

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Stoßen gemeinsam auf sauberes Wasser an (sitzend v. l.): Karl-Heinz Schleiter, Dr. Walter Lübcke und Rüdiger Heß  gemeinsam mit (hinten v. l.) Rudolf Backhaus, Volker Möller (Regierungspräsidium), Björn Brede, Frank Gleim und Thorsten Röder (EGF).

Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie werden in den Kommunen Frankenberg, Frankenau, Haina (Kloster) und Gemünden bis 2020 295.000 Euro vom Land Hessen zur Verfügung gestellt.

Frankenberg - Stickstoffüberschüsse im Boden verringern sowie Phosphat- und Bodeneinträge in Gewässer vermeiden lautet die Marschroute zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, die die Kommunen Frankenberg, Frankenau, Gemünden und Haina (Kloster) gemeinsam mit der EnergieGesellschaft Frankenberg (EGF) im Blick haben.

Bis 2020 läuft der Anschlussvertrag, den Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der EGF, sowie die Bürgermeister Rudolf Backhaus (Haina), Björn Brede (Frankenau), Frank Gleim (Gemünden) und Rüdiger Heß (Frankenberg) in dieser Woche unterzeichnet haben.

Der Vertragsraum erstreckt sich auf 13 Gemarkungen der Projektkommunen, wo 231 landwirtschaftliche Betriebe eine Nutzfläche von rund 4.430 Hektar bewirtschaften. Zunächst seien viele Landwirte noch skeptisch gegenüber den Richtlinien gewesen, „teilweise auch heute noch“, erklärte Schleiter. Dennoch habe sich „eine super Zusammenarbeit“ entwickelt.

„Wir müssen den Landwirten danken. Die Zusammenarbeit ist einvernehmlich und so konnte die Ausbringung auch reduziert werden“, erklärte Lübcke. „Das Regierungspräsidium will keine Daumenschrauben anlegen, sondern beratend tätig sein.“ Daher stellt das Land Hessen, vertreten durch das Regierungspräsidium, bis 2020 weitere 295.000 Euro für ein Beratungs- und Maßnahmenmanagement zur Verfügung.

Mit diesen Mitteln werden beispielsweise Bodenproben zur Ermittlung des Nährstoffgehalts der Böden und darauf aufbauende Düngeempfehlungen, Stickstoff- beziehungsweise Phosphor-Bilanzierungen, vegetationsbegleitende Untersuchungen und Wirtschaftsdüngeanalysen finanziert. So soll auf Dauer die Qualität Oberflächen- und Grundwässer verbessert werden, was die Lebensqualität für eine Vielzahl von Lebewesen – und nicht zuletzt für die Menschen – sichere.

Auch wenn sich die Messwerte noch nicht verbessert hätten, was dem kurzen Zeitraum des Projekts geschuldet sei, so sind sich alle Vertreter einig, dass das Projekt unbedingt weiterzuführen sei. „Immer hin geht es dabei um unser Hauptlebensmittel – das Wasser“, unterstrich Lübcke

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