„Wir wollen nicht zulassen, dass dieses gute Land zerstört wird“

Mahnwache gegen Intoleranz und Rassismus in Korbach 2020
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Szene von der Mahnwache in Korbach am 21. Februar 2020 nachdem bei einem Terroranschlag in Hanau am 19. Februar 2020 zehn Menschen ermordet wurden.
Mahnwache gegen Intoleranz und Rassismus in Korbach 2020
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Szene von der Mahnwache in Korbach am 21. Februar 2020 nachdem bei einem Terroranschlag in Hanau am 19. Februar 2020 zehn Menschen ermordet wurden.
Mahnwache gegen Intoleranz und Rassismus in Korbach 2020
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Dekanin Eva Brinke-Kriebel sprach zu über 200  Teilnehmern der Mahnwache vor der Kilianskirche in Korbach.
Mahnwache gegen Intoleranz und Rassismus in Korbach 2020
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Szene von der Mahnwache in Korbach am 21. Februar 2020 nachdem bei einem Terroranschlag in Hanau am 19. Februar 2020 zehn Menschen ermordet wurden.

Rund 200 Teilnehmer kamen am Freitagabend, 21. Februar 2020, zur Kilianskirche, um der Opfer der Morde in Hanau zu gedenken und gleichzeitig gegen rechte Hetze in unserer Gesellschaft zu protestieren.

Korbach - Auch Politiker verschiedener Parteien aus Stadt-, Kreis- und Landespolitik, Vertreter von Kirchen, Unternehmen und Bürgerinitiativen waren dabei. Anette Pries vom „Bürgerbündnis für ein weltoffenes und tolerantes Korbach“ machte deutlich, dass die zehn Toten nicht Opfer eines Irren seien, sondern Opfer einer rechtsterroristischen Ideologie, „die die Atmosphäre schaffen, in der sich Mörder getragen und gerechtfertigt fühlen“.

„Wir wollen nicht zulassen, dass dieses gute Land zerstört wird“. Für Bürgermeister Klaus Friedrich und Dekanin Eva Brinke-Kriebel war die Veranstaltung ein Zeichen der Solidarität mit den Angehörigen der Opfer und gleichzeitig ein Signal gegen Rassismus und rechte Gewalt.

Auch Mohammed Balkan von der islamischen Gemeinde rief dazu auf, gemeinsam gegen Rassismus und für das Gute zu kämpfen und zitierte aus dem Grundgesetz.

Karl-Heinz Stadler von der Arbeitsgruppe „Region gegen Rassismus“, mahnte, dem „Alltagsrassismus“ nicht unwidersprochen zu begegnen. Deutlich müsse sich der demokratische Staat in diesem Zusammenhang vom Gedankengut der AfD distanzieren.

In sozialen Netzwerken kommt es vermehrt zu Spekulationen zum Tathergang des Anschlags in Hanau. Das Landeskriminalamt bittet, jegliche Spekulationen durch ungesicherte Quellen kritisch zu prüfen und diese auf keinen Fall ungefiltert weiter zu verbreiten. Allen Hinweisen werde bei den Ermittlungen akribisch nachgegangen, unterstreicht das Landeskriminalamt, welches gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und unter Leitung des Generalbundesanwalts versucht, mit dem Fall betraut ist.

„Aus Sicht der hessischen Polizei gibt es zur Zeit keinen Grund in diesem Zusammenhang von einer akuten weiteren Gefahr auszugehen.“

Lesen Sie dazu auch: Landkreis fordert kompromissloses Vorgehen gegen Terror von Rechts

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