Kraftfahrzeug-Gewerbe diskutiert Branchen-Themen

Waldeck-Frankenberg. Die Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Waldeck-Frankenberg hat sich auf ihrer jährlichen Herbstversammlung mit zahlreichen fachli

Waldeck-Frankenberg. Die Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Waldeck-Frankenberg hat sich auf ihrer jährlichen Herbstversammlung mit zahlreichen fachlichen Neuerungen beschäftigt.

Als Gäste waren Geschäftsführer Joachim Kuhn sowie Betriebsberater Roger Seidl vom Landesverband Hessen des Kraftfahrzeug-Gewerbes anwesend.

Branchenintern heiß diskutiert wird derzeit die sogenannte Meister-HU. Diese ist ein aktueller Vorschlag des deutschen Kraftfahrzeug-Gewerbes, der auf einen Wunsch der Europäischen Kommission zurückgeht. Dabei geht es um eine Neuordnung der regelmäßigen technischen Überwachung von Kraftfahrzeugen. Ziel ist, dass Meister-Werkstätten neben staatlichen und privaten Überwachungsinstitutionen als gleichrangige Prüfstellen anerkannt und zu Durchführung der Hauptuntersuchung berechtigt werden.

Die am 1. November 2012 in Kraft getretene Kennzeichnungspflicht für Reifen war ebenfalls Thema der Ausführungen. Seitdem müssen Reifen mit einem speziellen Label versehen sein, das Informationen über die Kraftstoffeffizienzklasse, die Nasshaftungsklasse und das externe Rollgeräusch des Produkts enthält. Kunden sollen dadurch bessere Vergleichsmöglichkeiten beim Reifenkauf erhalten.

Vorgestellt wurde außerdem die neue Ausbildungsplatzbörse des Landesverbandes. Zwar würden erste Tendenzen auf stabile Zahlen bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen des Jahres 2012 in Hessen deuten, die Zahl der Schulabgänger sinke aber zusehends. Deshalb sei es für das Kraftfahrzeug-Gewerbe notwendig, sich verstärkt um die Anwerbung geeigneten Fachkräfte-Nachwuchses zu bemühen. Dazu werde seit neuestem im Rahmen der Internet-Plattform www.autoberufe.de eine Ausbildungsplatzbörse angeboten. Dort können Betriebe Ausbildungsplätze anbieten und Schüler gleichzeitig eigene Bewerberprofile anlegen.

Über ihre Aufgaben und Pflichten im Bereich der Geldwäscheprävention wurden die Betriebe  unterrichtet. Das neue Geldwäschegesetz bildet die nationale, rechtliche Grundlage dafür. Ein wichtiges Instrument für diesen Schutz sei das sogenannte "Know-your-Customer-Prinzip", wonach Händler wissen sollten, mit wem sie Geschäfte machen. Dies gelte insbesondere dann, wenn Kunden Barzahlungen ab 15.000 Euro tätigen wollen. In diesem Fall muss sich der Käufer laut Seidl gegenüber dem Händler ausweisen, bestimmte Daten müssen erfasst und aufbewahrt werden. Kommt einem Händler ein Geschäft ungewöhnlich oder auffällig vor, ist er gegebenenfalls verpflichtet, eine sogenannte Geldwäscheverdachtsmeldung vorzunehmen. Ob Händler sich an die Vorgaben des Geldwäschegesetzes halten, werde immer wieder vom zuständigen Regierungspräsidium kontrolliert.

Im Rahmen der Herbstversammlung wurde außerdem der Frankenberger Kraftfahrzeug-Meister Thomas Schmidt mit der bronzenen Ehrennadel des Kraftfahrzeug-Gewerbes ausgezeichnet. Schmidt, der seine Meisterprüfung im Jahr 1991 abgelegt hat, ist seit dem Jahr 1996 als Beisitzer im Vorstand der Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Waldeck-Frankenberg tätig. Im Jahr 1999 wurde er zum Umweltbeauftragten der Innung für Korbach und Bad Wildungen gewählt. Zu den ersten Gratulanten gehörten Obermeister Frank Maurer und dessen Stellvertreter Reinhold von Eynern. Maurer danke Schmidt für dessen Arbeit in den vergangenen sechszehn Jahren.

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