Krank durch Mäusedreck

Waldeck-Frankenberg. Muse in Haus und Hof sind keineswegs nur niedlich wenn sie fr Menschen gefhrliche K

Waldeck-Frankenberg. Muse in Haus und Hof sind keineswegs nur niedlich wenn sie fr Menschen gefhrliche Krankheitserreger in sich tragen, wie das Gieener Regierungsprsidium (RP) jetzt mitteilt. Wer mit wild lebenden Musen beziehungsweise deren Kot- und Urinausscheidungen in Kontakt kommt, luft Gefahr, an der sogenannten bakteriellen Leptospirose oder dem Hantavirus zu erkranken, betont RP-Experte Michael Fischbach.

Nicht nur der sehr milde Winter in den vergangenen zwei Jahren und die jetzigen lauen Witterungsbedingungen, sondern auch die hohe Vermehrungsrate der Nager tragen zu der explosionsartigen Zunahme der Tiere und damit auch zur Verbreitung der Krankheitserreger bei. Feldmuse, so Fischbach, sind bereits mit zwei bis drei Wochen geschlechtsreif und bringen in der Regel nach einer Tragezeit von rund 20 Tagen bis zu 13 Junge zur Welt.

bertragen werden die gefhrlichen Erreger, wenn der Mensch mit dem Speichel, Kot oder Urin der Muse in Kontakt kommt. Selbst kleinere Hautwunden und das Einatmen der infizierten Stube, die aufgewirbelt werden, knnen zur Ansteckung fhren. Daher bittet das RP, grade jetzt in der Zeit des Frhjahrsputzes, in Schuppen, Gartenhtten und hnlichem besondere Vorsicht walten zu lassen. Hufig haben sich dort ber die Winterzeit Muse eingenistet.

Die Mediziner des Robert-Koch-Institutes in Berlin registrierten im vergangenen Jahr bundesweit ungewhnlich viele Hantavirus-Flle mit ber 1.600 Patienten etwa acht Mal soviel wie in den Vorjahren. Auch bei der durch Bakterien verursachten Leptospirose war im letzten Jahr eine massive Befallszunahme erkennbar. Nach einer Infektion kommt es in den meisten Fllen zu grippehnlichen Symptomen. Bei einigen Betroffenen kann es aber auch zu hohem Fieber, heftigen Bauch-, Kopf- und Rckenschmerzen fhren. Seltener wurden Blutungen der Haut, insbesondere der Augenbindehaut und der Schleimhute, sowie Bewusstseinsstrungen oder Versagen der Nierenttigkeit bekannt. Eine sichere Diagnose kann nur durch eine Blutuntersuchung getroffen werden.

Um eine Infizierung mit den Krankheitskeimen zu verhindern, empfiehlt Fischbach beim Umgang mit Musefallen, beim Entsorgen toter Muse und insbesondere bei Verletzungen an den Hnden grundstzlich Einweghandschuhe zu tragen. Bei Reinigungsarbeiten, bei denen Staub aufgewirbelt wird, sollte eine Feinstaubmaske zum Schutz benutzt werden. Eine konsequente Bekmpfung von Musen innerhalb des Wohnbereichs und der nheren Umgebung beispielsweise mit handelsblichen Mausefallen ist ratsam, ergnzt der Experte abschlieend.

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