Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen nehmen weiter zu

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Hessen.  Im vergangenen Jahr waren die rund 347.000 bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Bechäftigten im Land pro Kopf durchschnittlich

Hessen.  Im vergangenen Jahr waren die rund 347.000 bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Bechäftigten im Land pro Kopf durchschnittlich 14 Tage krankgeschrieben. Das sind 1,4 Tage mehr als im Jahr davor. Insgesamt ist der Krankenstand in Hessen nur geringfügig um 1,9 Prozent gestiegen und liegt jetzt bei 3,83 Prozent. Bei den psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeiten ist der Anstieg mit 7,9 Prozent jedoch deutlich höher als in allen anderen Diagnosekapiteln. Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Gesundheitsreport der TK in Hessen hervor.

Demnach haben die Beschäftigten in Hessen im vergangenen Jahr wegen psychischer Erkrankungen im Durchschnitt 2,2 Tage gefehlt, im Jahr davor waren es noch 1,8 Tage. Für die höchsten Fehlzeiten waren in Hessen mit 2,8 Tagen (2011: 2,4) Krankheiten des Muskel- und Skelett-Systems wie etwa Rückenschmerzen verantwortlich.

"Psychisch bedingte Fehlzeiten machen mittlerweile 16 Prozent aller Fehlzeiten aus, das heißt jeder sechste Krankschreibungstag entfällt auf eine psychische Diagnose", sagt Alexandra Schätzle, Präventionsberaterin der TK in Hessen. Häufigste Einzeldiagnose bei den psychischen Erkrankungen ist die depressive Episode. Statistisch gesehen war jede Erwerbsperson im vergangenen Jahr 0,8 Tage mit dieser Diagnose krankgeschrieben. Die Depression, zu denen auch die Erschöpfungsdepression Burnout gehört, steht damit auf Platz eins der Hauptursachen von Krankschreibungen, noch vor Rückenschmerzen und Erkältungserkrankungen.

Am Burnout erkrankt man jedoch nicht von heute auf morgen. Meist handelt es sich um einen langwierigen Prozess, bei dem Stress in dauerhafte Überforderung und schließlich in einen Zustand der völligen Erschöpfung, des Ausgebranntseins mündet. Deshalb ist es wichtig, die Anzeichen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. "Stress lässt sich in der modernen Arbeitswelt kaum vermeiden. Man kann aber lernen, damit umzugehen und die eigenen Gesundheitsressourcen zu stärken", sagt Schätzle.

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