Kreis-FDP fordert neue Räume für StudiumPlus in Frankenberg

Die Räumlichkeiten des Standorts von StudiumPlus in Frankenberg sind nach Ansicht der FDP-Kreistagsfraktion längst nicht mehr ausreichend. Schnelle Abhilfe wird gefordert.
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Die Räumlichkeiten des Standorts von StudiumPlus in Frankenberg sind nach Ansicht der FDP-Kreistagsfraktion längst nicht mehr ausreichend. Schnelle Abhilfe wird gefordert.

Die FDP-Kreistagsfraktion bemängelt die räumlichen Gegebenheiten von StudiumPlus. Sie fordert, umgehend zu handeln, um Angebot und Nachfrage gerecht zu werden.

Frankenberg - Seit 2009 gibt es die Möglichkeit, in Waldeck-Frankenberg zu studieren. Los ging es mit 22 jungen Menschen im umgestalteten Gesundheitsamt in Frankenberg. Heute sind es in Frankenberg und Bad Wildungen rund 200 Studierende. Raumnot besteht seit Jahren, doch Abhilfe scheint aus Sicht der Kreis-FDP nicht in Sicht.

„Unsere Standorte für StudiumPlus in Frankenberg und Bad Wildungen sind ein Gewinn für die Bildungslandschaft Waldeck-Frankenberg. Umso dringender gilt es nun, die räumlich beengte Situation in Frankenberg zu beenden und endlich den erforderlichen Ausbau voranzubringen“, erklärt Friedhelm Pfuhl, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion. Arno Wiegand, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag meint: „Für uns Freie Demokraten ist Bildung der Schlüssel zum Erfolg im Berufsleben. Wir sind froh über die Studienmöglichkeit hier in der Region, aber wir müssen dann auch in Bildung investieren.“

Hintergrund der FDP-Initiative ist der Haushaltsentwurf des Landrats, in welchem außer einem kleinen Planungsansatz für 2019 keine weiteren Mittel für den Ausbau vorgesehen sind. Frankenberg war die erste Außenstelle von Studium Plus in Wetzlar. Im Jahr 2010 kam Bad Wildungen hinzu. Heute gibt es in Mittel- und Nordhessen fünf Standorte, die räumlich alle besser ausgestattet seien als Frankenberg. „Wenn wir uns Jahr für Jahr über steigende Zahlen bei den Studenten freuen, dann müssen wir auch erkennen, dass man für den Studienbetrieb Räume braucht. Die Wirtschaft liefert, indem sie duale Studienplätze anbietet, aber der Landkreis redet und baut nicht“, so Pfuhl.

Schon im Jahr 2016 hat die Große Koalition die Pläne für einen großzügigen Neubau auf dem Sparkassenparkplatz in Frankenberg vorgestellt und der Kreistag hat einen positiven Beschluss gefasst. Diese Pläne verschwanden aber nach kurzer Zeit wieder in der Schublade. Zwei Jahre später ist außer einigen internen Umbauten im bestehenden Gebäude nichts passiert. Die Forderung der Hochschule mit Blick auf die Studierendenzahlen, aber auch auf die Digitalisierung, ein besseres Raumangebot umzusetzen, schien im Herbst Fahrt aufzunehmen. Die am 24. Oktober vorgestellten Ideen seien hervorragend geeignet, den Campus Frankenberg zukunftsfähig zu gestalten und die Hochschule zu einem Leuchtturm der Bildung in Waldeck-Frankenberg werden zu lassen. Sowohl die Vertreter der Wirtschaft, der Hochschule, aber insbesondere die Kreispolitiker mit Landrat Dr. Kubat und Herrn Frese seien begeistert gewesen und es schien, dass es bald losgehe, meint Pfuhl.

Jochen Rube weist auf bestehende Finanzierungsmöglichkeiten und das Ungleichgewicht bei den Prioritäten des Kreises hin: „Es kann nicht angehen, dass für knapp 17 Millionen Euro plötzlich ein neues Verwaltungsgebäude in Korbach entstehen soll, aber die Schaffung guter Bedingungen für die akademische Bildung auf der Strecke bleibt. Wir fordern, dass etwa 5 Millionen Euro für den Hochschulstandort Frankenberg zur Verfügung gestellt werden, weil dort das Geld in Bildung die besten Zinsen bringt.“

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