Bei künstlichen Gelenken hessenweit Spitze

Bad Arolsen. Das Krankenhaus Bad Arolsen hat bei einer Qualitätsauswertung der AOK Hessen einen Spitzenplatz belegt: Für den Einsatz eines Hüftgele

Bad Arolsen. Das Krankenhaus Bad Arolsen hat bei einer Qualitätsauswertung der AOK Hessen einen Spitzenplatz belegt: Für den Einsatz eines Hüftgelenkes (Hüft-Endoprothese) nach einem Oberschenkelbruch bzw. wegen Gelenkverschleiß belegte das Krankenhaus Rang 1 bzw. 2 von rund 70 verglichenen Kliniken in Hessen. Das heißt, dass der Einsatz eines künst-lichen Hüftgelenkes im Krankenhaus Bad Arolsen mit hoher Qualität erfolgt und Komplikationen sowie ungeplante Folge-Operationen sehr selten sind. Auch beim Einsatz von Knieprothesen und Operationen an der Gallenblase schnitt die Klinik überdurchschnittlich gut ab.

"Wir sind sehr stolz auf das ausgezeichnete Abschneiden unserer Chirurgie, das durch eine Teamleistung von erfahrenen Operateuren und Anästhesisten, Pflegekräften und Physiotherapeuten erreicht werden konnte", so Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Tilenius bei der Übergabe der positiven Studienergebnisse durch eine AOK-Delegation. Wichtig für das gute Ergebnis sei außerdem eine strenge interne Qualitätssicherung, bei der alle auftretenden Probleme und Komplikationen offen besprochen würden, um mögliche Fehlerquellen zu beseitigen und die Komplikationsrate niedrig zu halten.

Wie ein Maßanzug werde eine Gelenkprothese individuell für jeden Patienten eingestellt, erläutert Chefarzt Dr. Peter Wotzlaw, Unfallchirurg und Orthopäde. Dies beginne schon mit ei-ner exakten Operationsplanung. Während der Operation erfolge ein Test mit einem Probeimplantat, mit dem unter anderem die Ausrenkungsneigung, die Beweglichkeit und die Vor-spannung des Gelenkes geprüft würden. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen werde der exakte Sitz des Probeimplantates kontrolliert, bevor schließlich das Originalimplantat – ebenfalls mit Röntgenkontrolle - fest verankert werden. All dies führe dazu, dass die Ausrenkungsrate bei den in Bad Arolsen eingesetzten Endoprothesen gegen Null gehe. Auch die Infektionsrate beim Einsatz künstlicher Gelenke sei unterdurchschnittlich. Dr. Wotzlaw verweist außerdem darauf, dass im Krankenhaus Bad Arolsen nur beste Implantate verwendet würden, die gut in den Knochen einwüchsen und in weltweiten Studien die besten Standzeiten aufwiesen: Nach 20 Jahren seien noch 97 Prozent der Implantate intakt.

Auch bei Operationen an der Gallenblase ist nach den Worten von Chefarzt und Allgemeinchirurg Dr. Peter Ahrens ein fachlich versiertes und gut eingespieltes Team eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Operationsergebnis. Dazu trügen zudem eine genaue Operationsplanung mit einem hochauflösenden Ultraschall sowie die hochmodernen Endoskopie-Geräte bei, welche das Krankenhaus Bad Arolsen im vorigen Jahr erhalten hat. "Regelmäßige Fortbildungen und Trainingseinheiten für neue Teammitglieder sind bei uns ebenso selbstverständlich wie die detaillierte Auswertung von Qualitätsergebnissen", so Dr. Ahrens.

Im Krankenhaus Bad Arolsen werden jährlich rund 240 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt, und es erfolgen etwa 100 Gallenblasenentfernungen. Die Patientinnen und Patienten können somit sicher sein, von Teams mit großer Erfahrung operiert zu werden.

Die AOK Hessen bietet seit 2010 einen kostenlosen Krankenhausnavigator im Internet an. Menschen, die an Hüft- bzw. Kniegelenken oder der Gallenblase operiert werden müssen, erhalten dort auf Basis der Weißen Liste der Bertelsmann-Stiftung aussagekräftige Informationen über die Behandlungsergebnisse von Kliniken. Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die auch alle Klinikaufenthalte eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff berücksichtigen. Bewertungskriterien sind beispielsweise die Raten an Wundentzündungen, an erneuten Eingriffen bei Komplikationen und die Bildung von Thrombosen.

Es wird empfohlen, nicht blindlings eine Klinik auszuwählen, nur weil Sie geographisch nahe liegt, sondern vor der Entscheidung fundierte Informationen einzuholen.

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