Der Kultur wieder etwas Leben einhauchen: Literaturfestival plant neuen Anlauf

Wolfgang Büscher
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Wolfgang Büscher

„Wir müssen wie alle anderen Veranstalter auch auf Sicht navigieren und hoffen inständig, dass uns durch das besonnene Verhalten der Menschen wenigstens allmählich eine Rückkehr zu einer Art Normalität möglich wird“, meint Festival-Leiterin Christiane Kohl

Bad Arolsen - Im Residenzschloss von Bad Arolsen will am Freitag, 4. September, der Journalist und Schriftsteller Wolfgang Büscher sein neuestes Buch „Heimkehr“ vorstellen. Es handelt von einer existentiellen Selbsterfahrung.

Mehr als ein halbes Jahr lang lebte der Autor allein, ohne Strom und fließend Wasser, im Wald, in einer Jagdhütte der Fürsten zu Waldeck und Pyrmont. Der Autor verwebt seine intensiven Erfahrungen mit persönlichen Erinnerungen an seine Jugend in dem nahegelegenen Dorf Breuna bei Volkmarsen und mit kulturhistorischen Hintergrundbetrachtungen über die Region.

Durch den Tod seiner Mutter sowie durch das fortschreitende Waldsterben erhält die Erzählung eine unerwartet dramatische Note. Eigentlich war die Veranstaltung mit Wolfgang Büscher als Zugabe des Literarischen Frühlings im April geplant.

Nun ist die ausgebuchte Veranstaltung eine Art Vorspiel für das Festival, welches wegen der Corona-Krise auf die Zeit vom 6. bis 15. November 2020 verschoben wurde. Laut Festival-Leiterin Christiane Kohl bestehe für die weiteren Planungen im November natürlich nach wie vor eine gewisse Unsicherheit.

„Wir müssen wie alle anderen Veranstalter auch auf Sicht navigieren und hoffen inständig, dass uns durch das besonnene Verhalten der Menschen wenigstens allmählich eine Rückkehr zu einer Art Normalität möglich wird. Aber in die Zukunft kann keiner schauen, auch nicht in die nahe Zukunft.“

Für die Lesung am 4. September gelten besondere Regelungen. Eingelassen werden nur Besucher, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten. Zum Schutz vor Corona findet die Veranstaltung zwei Mal hinter einander statt: die erste Hälfte des Publikums wird am 4. September um 17 Uhr in den Steinernen Saal des Residenzschlosses eingelassen, die zweite Hälfte um 19 Uhr.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass bei den Sitzplätzen jeweils genügend Abstand gewahrt werden kann. Wegen der Aufteilung der Plätze werden die Inhaber der Eintrittskarten in den nächsten Tagen angeschrieben, soweit ihre Adressdaten den Veranstaltern bekannt sind. Alle Gäste, die die Karten im freien Verkauf erworben und keine Adressdaten hinterlegt haben, werden gebeten, dies möglichst bald bei den Veranstaltern unter kontakt@literarischer-fruehling.de zu tun, im Ausnahmefall auch unter Telefon Nr. 06455 – 759040.

Zusätzliche Tickets sind nur dann an der Abendkasse verfügbar, wenn Karten zurückgegeben wurden. „Das ist zwar alles ein wenig kompliziert, aber wir wollen auf jeden Fall die Veranstaltung stattfinden lassen und damit ein Zeichen setzen“, erklärt Kohl.

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