Kurhessenbahn will mit moderner Flotte im Westnetz Erfolge feiern

r. Reinhard Kubat (Landrat), Tarek Al-Wazir (Staatsminister), Dr. Rüdiger Grube (Bahnchef), Wolfgang Rausch (Geschäftsführer NVV), Christian Geselle (NVV), Dr. Ulrich Conradi (Verbandsvorsteher NWL), Joachim Kuhn (Leiter Kurhessenbahn) (v.l.). Foto: PM
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r. Reinhard Kubat (Landrat), Tarek Al-Wazir (Staatsminister), Dr. Rüdiger Grube (Bahnchef), Wolfgang Rausch (Geschäftsführer NVV), Christian Geselle (NVV), Dr. Ulrich Conradi (Verbandsvorsteher NWL), Joachim Kuhn (Leiter Kurhessenbahn) (v.l.). Foto: PM

Ein Verkehrsvertrag über 15 Jahre für das Nordwesthessennetz ist unter Dach und Fach. Die Kurhessenbahn will mit moderner Flotte erfolgreich sein.

Waldeck-Frankenberg. Bereits seit dem Frühjahr 2016 ist klar, dass die Kurhessenbahn auch zukünftig die Strecken zwischen Kassel, Korbach, Bad Wildungen sowie zwischen Brilon, Korbach, Frankenberg nach Marburg und Endtebrück betreiben wird (wie hier bereits berichtet). Heute folgte der nächste Schritt und der umfangreiche Verkehrsvertrag wurde von allen Partnern in Kassel  unterzeichnet.

Mit einer modernisierten Flotte und einem neuen Fahrzeugwartungs- und Instandhaltungskonzept verbunden mit dem Neubau einer KHB-eigenen Werkstatt in Korbach, schafft die Kurhessenbahn als Verkehrsunternehmen 35 neue Arbeitsplätze. Im NVV-Gebiet ist das Nordwesthessennetz neben dem Nordostenhessennetz, das von Cantus betrieben wird und dem RegioTram-Netz das drittgrößte im Schienenpersonennahverkehr.

Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: "Die Strecken aus Erndtebrück und Frankenberg nach Marburg sind Lebensadern des Nahverkehrs im Landkreis Marburg-Biedenkopf, die wir weiter stärken möchten. Die im jetzt unterschriebenen neuen Verkehrsvertrag vereinbarte Modernisierung der Fahrzeugflotte ist hierzu ein wichtiger Schritt. In den vergangenen zehn Jahren konnten wir auf den beiden Strecken im Bereich des RMV die Zahl der Fahrgäste an Werktagen um mehr als 50 Prozent steigern. Und auch im Freizeitverkehr zum Radfahren entlang der Lahn oder Wandern im Nationalpark Edersee haben die Strecken sich hervorragend entwickelt. Mit dem künftigen höheren Reisekomfort stellen wir die Weichen, dass künftig noch mehr Fahrgäste die Linien nutzen."

Aufsichtsratsmitglied des Nordhessischen Verkehrsverbundes und Landrat in Waldeck-Frankenberg Dr. Reinhard Kubat: "In den typischen ländlichen Räumen im Nordwesten Hessens und in Mittelhessen fordern uns besondere Aufgaben heraus. Wir müssen auf die demografische Entwicklung reagieren. Unsere Aufgabe ist es daher, eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit den Bedürfnissen des täglichen Lebens sicherzustellen. Dazu gehört der öffentliche Nahverkehr und dazu gehört ein Vertrag wie wir ihn heute unterschreiben. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Menschen auf dem Land gut versorgt sind und das Leben hier lebenswert bleibt und ist."

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sagte: "Die Hessische Landesregierung setzt sich beim Bund für eine angemessene Finanzausstattung des Schienenverkehrs ein und beteiligt sich auch mit eigenen Mitteln an der Verbesserung der Infrastruktur. So hat das Land sich mit 24,9 Millionen Euro bei der Reaktivierung der Strecke Korbach-Frankenberg engagiert. Und beim Sonderprogramm des Bundes für den barrierefreien Ausbau kleinerer Bahnhöfe haben wir für Hessen einen überdurchschnittlichen Anteil herausgeholt. Davon profitieren zum Beispiel die Kurhessenbahn-Stationen Biedenkopf, Bad Arolsen, Korbach und Korbach Süd."

Beim Nordwesthessennetz handelt es sich um die Linien R4 Kassel-Korbach, R 42 Marburg-Frankenberg-Korbach-Willingen-Brilon (Wald) - Brilon Stadt, R 94 Marburg - Bad Laasphe - Erndtebrück und die R 39/R38 Bad Wildungen-Wabern-Kassel inklusive der Zusatzfahrten Treysa-Kassel.

Die Leistungen für den NWH-Betrieb auf den vier bzw. fünf Linien umfassen 2,5 Millionen Zugkilometern/Jahr mit einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren. Die vorhandenen Fahrzeuge werden dabei in Teilen gegen eine neue Generation ausgetauscht, so dass sich die Fahrgäste zukünftig auf einen höhengleichen Ein- und Ausstieg in klimatisierten Fahrzeugen freuen können.

Der neue Verkehrsvertrag sieht ab 10. Dezember 2017 einen flächendeckenden Einsatz von insgesamt 27 Dieseltriebfahrzeugen vor. Die Fahrzeugtypen haben eine Fußbodenhöhe von ca. 58 cm, so dass bei Bahnsteigen von 55cm über Schienenoberkante ein ebenerdiger Einstieg möglich ist. Darüber hinaus umfasst der Vertrag die hessischen Regelungen zur Tariftreue.

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