Kurioser Dachbodenfund: Blaue Mauritius in Bad Wildungen gefunden

Die Blaue Mauritius von Frank Volke aus Bad Wildungen ist zwar echt, macht ihn aber dennoch nicht zum Millionär.
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Die Blaue Mauritius von Frank Volke aus Bad Wildungen ist zwar echt, macht ihn aber dennoch nicht zum Millionär.

Frank Volke traute seinen Augen nicht, als er auf dem Dachboden eine alte Schachtel entdeckt und öffnet. Zum Vorschein kam eine blaue Briefmarke mit der Aufschrift "Mauritius".

Bad Wildungen - Wer hat nicht schon einmal darauf gehofft, beim Entrümpeln des Kellers oder des Dachbodens einen kleinen Schatz zu finden? Seltene Münzen, alte Möbel oder auch historische Dokumente – manch einer weiß gar nicht, was daheim in den Ecken und Winkeln noch alles schlummert. Frank Volke hat nun eine aufregende Entdeckung gemacht. Ein Dachbodenfund ließ seinen Puls rasant in die Höhe schießen. Das wird er so schnell nicht mehr vergessen.

In einer kleinen Schachtel, vermutlich aus dem frühen 20. Jahrhundert, fand der Bad Wildunger tatsächlich eine echte, gestempelte blaue „Mauritius“. Untermauert wurde seine plötzliche Aufregung dadurch, da sich die Briefmarke einzeln und ganz allein in dieser Schachtel befand. „Und wenn sie blau ist und auch noch Mauritius drauf steht, dann wird man schon mal nervös“, erzählt der Badestädter.

Volke, der selbst seit jungen Jahren Briefmarken sammelt, erkannte aber schnell, dass es sich bei seinem spektakulären Fund leider nicht um die legendäre „Two pence“-Briefmarke mit Königin Victoria handelte, von denen es Weltweit nur noch 12 Exemplare gibt.

Auf seiner Marke mit dem markantem Schriftzug „Mauritius“ ist stattdessen King George VI zu sehen, der Vater der heutigen Königin des Vereinten Königreichs Großbritannien und Nordirland, Elisabeth II.

Wie die Schachtel auf seinen Dachboden kam, kann sich Volke erklären. Es war eine Entlohnung. Als Kinder haben wir zum Beispiel bei Haushaltsauflösungen geholfen. „Da gab es mal ein Fünfmarkstück, was schon viel war, und manchmal eben auch Briefmarken“, erinnert sich der Feuerwehrmann. Doch von wem er das Kästchen damals bekam, daran der Briefmarkenfreund leider nicht mehr erinnern.

Fest steht, dass der Bad Wildunger vor rund 40 Jahren die Schachtel auf den Dachboden legte und diese dort einfach vergessen hat. Dass die 20-Cent-Marke aber im Laufe der Zeit an Wert zugelegt hat, scheint bei einer solchen Marke irgendwie klar zu sein, glaubt man.

Einen Millionenwert, wie sie die seltene Königin Victoria Briefmarke hat, fand Volke auf seinem Dachboden leider nicht. Mit einigen Cent bis hin zu wenigen Euro wird die „King-George-Marke“ gehandelt. Für Volke ist sie aber noch sehr viel mehr Wert. Denn: „Immerhin hat die Briefmarke den Weg von Mauritius auf meinen Dachboden gefunden“, so Volke.

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