Landesmittel sollen Ausbau des Diemelradwegs vorantreiben

Im September 2018 erläuterten die Diemelstädter Kommunalpolitiker MdL Armin Schwarz 4.v.l.) und Ralf Struif Hessen Mobil 5.v.r.) die Gefährdungssituation. Heute ist die Stadt Eigentümer der benötigten Trasse kleines Bild).
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Im September 2018 erläuterten die Diemelstädter Kommunalpolitiker MdL Armin Schwarz 4.v.l.) und Ralf Struif Hessen Mobil 5.v.r.) die Gefährdungssituation. Heute ist die Stadt Eigentümer der benötigten Trasse kleines Bild).

Im Rahmen des Förderprogramms „Stadt und Land“ des Bundes will das Land Hessen 43 Millionen Euro für die Realisierung von Radwegeinfrastruktur bereitstellen.

Diemelstadt. Im Rahmen des Förderprogramms „Stadt und Land“ des Bundes will das Land Hessen 43 Millionen Euro für die Realisierung von Radwegeinfrastruktur an Kommunen bereitstellen, wenn diese Projekte bis zum Jahresende 2023 fertiggestellt und abgerechnet werden können. Bisher sah der Magistrat der Stadt Diemelstadt aufgrund der Planungs- und Baukosten in Höhe von 410.000 Euro große Probleme in der Finanzierung des Radwegs von der Landesgrenze bis zum Stadtteil Orpethal. Nun will man sich mit Nachdruck auf das Förderprogramm mit einer Förderquote von bis zu 80 Prozent bewerben.

Gefahrenquelle

Der Diemelradweg ist vom ADFC als 4-Sterne-Radweg zertifiziert und gehört zu Deutschlands schönsten Radwegen. Leider ist das Teilstück von der Landesgrenze K91) an der Diemelbrücke bis zum Diemelstädter Stadtteil Orpethal für Radfahrer sehr gefährlich, weil sie im direkten Kontakt zu den zahlreichen LKW stehen. Im September 2018 erläuterte Bürgermeister Elmar Schröder Im Rahmen eines Ortstermins mit Vertretern des Magistrats und der Faktionen dem CDU-Landtagsabgeordneten Armin Schwarz sowie Ralf Struif Planungsdezernent Nordhessen, Hessen Mobil) die Gefährdungssituation vor Ort. Damals gab es zahlreiche offene Punkte, die geklärt werden mussten, um auf eine Förderung des Landes hoffen zu können.

Nach einem weiteren Termin des Bürgermeisters in der Hessen Mobil Zentrale in Wiesbaden bekam die Stadt Diemelstadt 20.000 Euro Fördermittel zugesprochen, um im Rahmen eines Radwegekonzeptes die optimale Trasse für den Radweg festzulegen und die weitere Planung vorantreiben zu können. In der Endfassung des Konzeptes wird die Trasse entlang der Kreisstraße 91 B7 nach Orpethal) auf der Oberkante der Böschung favorisiert. Eine Grobplanung für diesen Radweg hatte Hessen Mobil bereits im Rahmen der Planung für die 2014 neu ausgebaute Kreisstraße erstellt. Leider wurde die Umsetzung nicht im Rahmen des Straßenausbaus mit umgesetzt, denn damals war der Eigentumserwerb vom Land Hessen nicht kurzfristig realisierbar.

Grundstück erworben

Gemeinsam mit Westheims Ortsbürgermeister Franz-Josef Weiffen ist es Elmar Schröder gelungen, mit dem Graf von Westphalen ein Tauschgrundstück zu erwerben, damit die notwendigen 8.000 Quadratmeter für die 10 Meter breite Radwegetrasse getauscht werden können. Das Grundstück wird in den nächsten Wochen vermessen, damit die Umschreibung im Grundbuch erfolgen kann.

„Nachdem uns der komplizierte Eigentumserwerb gelungen ist und wir die Grundlagen für die Landesförderung geschaffen haben, ist die Realisierung des rund 410.000 Euro teuren Radwegs nur mit einer Landesförderung mit Förderquote von mindesten 75 Prozent realisierbar. Die Verantwortlichen der Stadt Diemelstadt werden jetzt den Antrag stellen und hoffen auf einen positiven Bescheid des Landes Hessen. Nur so könnte die Sicherheit auf dem Qualitätsradweg so verbessert werden, dass er bei der nächsten Zertifizierung die bereits in Aussicht gestellten 5-Sterne erhält“, ist sich Bürgermeister Elmar Schröder sicher.

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