Landessportbund will Inklusion im Fußball fördern

Menschen mit und ohne Behinderung und über Generationengrenzen hinweg zum gemeinsamen Sport bewegen – das ist Ziel eines neuen Projektes des Landessportbundes Hessen e.V. (lsb h).

Waldeck-Frankenberg -  Unter dem Namen „Stark für Familien – Inklusion im Fußball (er)leben“ sollen insbesondere – aber nicht ausschließlich – Familien angesprochen werden, in denen einzelne Personen ein Handicap haben: eine geistige Behinderung, eine Sehschwäche, eine beginnende Demenz, eine Lernbehinderung oder auch ein neues Hüftgelenk. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird finanziell durch die „Aktion Mensch“ gefördert.

Derzeit sucht der Landessportbund hessische Sportvereine, die sich am Projekt beteiligen wollen. „Es können, müssen aber keine Fußballvereine sein“, sagt William Sonnenberg, Inklusions-Referent des Landessportbundes. Voraussetzung sei lediglich, dass Vereine über Sportplatz- oder Hallenkapazitäten verfügen sowie über einen Übungsleiter, der Lust hat, ein inklusives Familienfußballangebot aufzubauen.

Vorkenntnisse in der Sportart Fußball braucht dieser nicht. Schließlich stellt der Landessportbund Musterstundenbilder und eine Materialbox zur Verfügung. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) bietet als Kooperationspartner eine Qualifizierung der Übungsleiter an. Dass der Landessportbund sich bei seinem Projekt für die Sportart Fußball entschieden hat, hat mehrere Gründe: „Aus früheren Projekten und insbesondere durch den Aufbau der 1. Inklusiven Fußball-Liga in Hessen wissen wir, dass die Sportart gut geeignet ist, um inklusives Sporttreiben zu ermöglichen. Außerdem ist Fußball auch in Hessen sehr populär: Jeder kennt es, fast jeder hat es – zumindest ohne komplexe Regeln – schon einmal gespielt und häufig begeistert Fußball über Generationen hinweg“, zählt Sonnenberg auf.

Nun freut er sich gemeinsam mit dem Projektkoordinator Marc Mercurio auf „neugierige Vereine – auch auf solche, die bisher noch gar nicht im Bereich Inklusion tätig waren“. Mit dem Projekt versuchen sie, interessierten Vereinen die Angst zu nehmen: Der höhere Betreuungsbedarf, der bei Menschen mit Behinderung oft besteht, werde durch die Anwesenheit von Familienmitgliedern ausgeglichen, außerdem sei die Unterstützung des Landessportbundes stets gewährleistet.

Der Landessportbund wird beispielsweise „Fußballwandertage“ vor Ort organisieren. Die Teilnehmer der Sport- und Spielstunden werden dabei zu kleinen Wanderungen eingeladen. Zwischendurch animieren Stationen mit Fußballbezug Klein und Groß zum Mitmachen. „Solche Tage können auch einen ersten Einstieg für interessierte Familien sein“, findet Sonnenberg. Studenten der Goethe-Universität Frankfurt, die ebenfalls Kooperationspartner des Projektes ist, betreuen die Stationen.

Interessierte Vereine wenden sich an Marc Mercurio, Tel.: 069 6789-233, E-Mail: mmercurio@lsbh.de

Rubriklistenbild: © Foto: MEV Verlag GmbH

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