Landrat will zeitnah den Campus in Frankenberg ausbauen

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Oswald Staub (Jury), Andreas Mann (Büroleiter des Landrats), Nina Wiche (Leiterin StudiumPlus Team), Shannon Haas (2. Preis), Bürgermeister Rüdiger Heß (Frankenberg), Jürgen Trumpp (Vorstandsmitglied Sparkasse), Karsten Dittmar (Jury), Prof. Dr. Peter Jahnen (THM), Landrat Dr. Reinhard Kubat, Emily Hubl (1. Preis), Christian Schreier (Geschäftsführer CCD), Karl-Friedrich Frese (Erster Kreisbeigeordneter), Hannelore Behle (Kreisbeigeordnete) Susanne Paulus (Jury), Prof. Dr. Gerd Manthei (THM), Kirsten Hubl (Mutter der Preisträgerin).

Das erfolgreiche duale THM-Studienangebot „StudiumPlus“ in Frankenberg ist seit längerem an seine räumlichen Grenzen gestoßen, da die Zahl der Studierenden jährlich ansteigt.

Frankenberg -  Erste Überlegungen, wie man die Raumnot beheben kann, wurde schon in der Vergangenheit diskutiert. Unter anderem war einmal von einem Neubau neben der Sparkasse die Rede. Doch alle bisherigen Ideen erwiesen sich in Frankenberg letztlich als nicht umsetzbar, wie der Landkreis mitteilt. Darum waren 2018 Studierende des Fachbereichs Architektur der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM)gefragt, sich mit der Aufgabe einer räumlichen Erweiterung zu befassen.

16 Studenten beteiligten sich im Rahmen von Bachelor-Arbeiten an diesem Wettbewerb, wie hier bereits berichtet. Die besten Entwürfe wurden jetzt prämiert (Hauptpreis 1.500 Euro, und zwei zweite Preise mit je 1.000 Euro).

Ganz vorne sah die Jury den Entwurf von Emily Hubl, der den ursprünglichen Grundriss des aus den 60er Jahren stammenden Gebäudes bewahrt und durch eine Umbauung ergänzt. Dabei entstehen neue Funktions- und Kommunikationsräume, die den Bedarf für die Zukunft sichern. Für die Außenhülle wählte sie Corten-Stahl als Material, dessen rostbrauner Ton ideal mit der Sandsteinfassade der historischen Klosteranlage korrespondiert. Shannon Haas, der einen der beiden zweiten Preise erhielt, setzt bei seinem Konzept auf eine Erweiterung nach unten, also in die Erde. Dadurch werde die vorhandene Harmonie der Baukörper erhalten, da im oberen Bereich keine grundlegenden baulichen Veränderungen nötig seien.

Kernelement des ebenfalls mit einem zweiten Preis ausgezeichneten Entwurfs von Niko Göhler ist eine Loggia bzw. Dachterrasse, die als zentraler Begegnungs- und Kommunikationsort konzipiert ist. Vom Grundsatz her sei eine Erweiterung des Raumangebotes durch Aufstockung geplant, wie Prof. Jahnen erklärte, der den Entwurf für den auf einer Auslandsreise befindlichen Preisträger vorstellte.

Zum Abschluss der Feierstunde bedankte sich Landrat Dr. Reinhard Kubat noch einmal bei allen Teilnehmern des Wettbewerbs. Auch diejenigen, deren Entwürfe nicht ganz vorne gelandet seien, sollen eine Anerkennungsprämie von jeweils 100 Euro erhalten. Zum weiteren Vorgehen sagte der Kreishauschef: „Wir haben im aktuellen Haushalt bereits 150.000 Euro für Planungskosten vorgesehen“. Er werde die Entwürfe schon bald den politischen Gremien vorstellen und eine Beschlusslage herbeiführen, die es gestatte, zeitnah mit dem Ausbau des Campus Frankenberg zu beginnen.

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