Landtagswahl Hessen 2018: So hat Waldeck-Frankenberg gewählt

Das Ergebnis der Wahlkreise 5 und 6 in Waldeck-Frankenberg spiegelt den Landestrend wieder. Wahlbeteiligung im Landkreis fällt weiter.

Waldeck-Frankenberg - Die Landtagswahl in Hessen ist durch und spiegelt den bundesweiten Trend wieder: Auch in Hessen leiden die bisherigen Volksparteien CDU (27 Prozent) und SPD (19,8 Prozent). Großer Gewinner sind die Grünen, die mit 19,8 Prozent Stimmanteilen fast gleichauf liegen mit den Sozialdemokraten. Die AfD zieht erstmals in den Hessischen Landtag ein mit 13,1 Prozent. Auch die FDP (7,5 Prozent) und die Linke (6,3 Prozent) sind vertreten. In den Wahlkreisen 5 und 6 sieht die Situation ähnlich aus.

Im Wahlkreis 5 (Altkreis Waldeck) holte die CDU mit 30,4 Prozent der Stimmanteile 9,5 Prozent weniger als bei der Landtagswahl 2013. Die SPD fällt im Vergleich zu 2013 gar um 12 Prozent auf nun 22 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen hat seine Stimmanteile mehr als verdoppelt und hat 16,7 Prozent erzielt, die AfD ist mit 12,6 Prozent vierstärkste Kraft vor der FDP (8,6 Prozent), der Linken (4,3 Prozent) und den Freien Wählern (3,1 Prozent). Armin Schwarz darf sich über den erneuten Einzug in den Hessischen Landtag freuen. Er hat mit einem Erststimmenanteil von 34,5 Prozent das Direktmandat für die CDU im Wahlkreis Waldeck geholt.

Dennoch wird der Christdemokrat mit einem weinenden Auge auf das Landesergebnis blicken, da er davon ausging, dass seine Partei die 30-Prozent-Hürde knacken würde. „Wir schlucken den Staub aus Berlin“, so Schwarz vor der Wahl. Daniel May von den Grünen und Claudia Papst-Dippel von der AfD ziehen über die Landesliste in den Landtag ein. Jutta Kahler von der SPD (23,4 Prozent) hat hingegen den Einzug ins Parlament verpasst. Im Wahlkreis 5 lag die Wahlbeteiligung bei 64,9 Prozent. 2013 gaben immerhin noch 72,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Im Wahlkreis 6 (Altkreis Frankenberg mit Bad Wildungen) hat Claudia Ravensburg von der CDU das Direktmandat erneut gewonnen mit 30,9 Prozent und bleibt Mitglied des Hessischen Landtags. SPD-Kandidatin Dr. Daniela Sommer (27,7 Prozent) musste einen Verlust bei den Erststimmen von 11 Prozent hinnehmen und schaffte den erneuten Einzug in den Hessischen Landtag nur über die Landesliste. Die Sozialdemokratin erzielte lediglich in Frankenau (37,1 Prozent), Haina (36,8 Prozent) und Hatzfeld (24,4 Prozent) die Mehrheit der Erststimmen, ansonsten hatte Claudia Ravensburg in allen anderen Kommunen die Nase vorn. Sicher im Landtag vertreten ist ebenfalls Jürgen Frömmrich von den Grünen mit 13,7 Prozent. Er schaffte den Einzug ebenfalls über die Landesliste.

Die Zweitstimmen im Wahlkreis 6 verteilen sich wie folgt: CDU 28,6 Prozent, SPD 22,8 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 16,5 Prozent, AfD 14,5 Prozent, FDP 7,6 Prozent, Linke 4,6 Prozent und Freie Wähler 2,8 Prozent. Sonstige erhielten zusammen 2,6 Prozent. Auch im Wahlkreis 6 haben weniger Stimmberechtigte ihre Kreuzchen gemacht. Hier gingen lediglich 63,3 Prozent wählen (Landtagswahl 2013: 69,8 Prozent).

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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