Landwirte in Berlin bejubelt

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Trecker werden bejubelt. Foto: Rudolf Schäfer/BUND

50.000 Teilnehmer demonstrierten im Rahmen der Grünen Woche für faire Preise und gegen Gentechnik.

Waldeck-Frankenberg. Die BUND Kreisverbände Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder hatten dazu eingeladen, mit einem Bus zur Demonstration "Wir haben es satt" nach Berlin zu fahren. Und der Bus mit 49 Sitzplätzen war ausgebucht.

Die Demonstration startete am Potsdamer Platz. Die Mitfahrer waren überwältigt von der Menge die sie erwartete. Es waren rund 50.000 Teilnehmer, darunter Naturschützer, Parteien, Verbraucher und sehr viele Landwirte.

Für die Mitfahrer des BUND war es ein Erlebnis, Landwirte aus der Heimat zu treffen. Rudolf Schäfer: "Ich habe es geschafft bei der Trecker-Parade Trecker aus Waldeck-Frankenberg zu fotografieren!" Und: "Es war schon ergreifend, wie die 90 Trecker beim Vorbeifahren bejubelt wurden. Daran merkt man, dass die Demonstranten nichts gegen Landwirte haben, sondern eine Art- und Verbrauchergerechte Erzeugung fordern. Faire Preise für faire Erzeuger, ist das Motto." Des Weiteren wurde eine eindeutige Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Gentechnik gefordert. So wird beispielsweise zurzeit ein Strichcode zur Kennzeichnung abgelehnt.

Weitere Forderungen der "Wir haben es satt"-Demonstration waren:• Öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen. Subventionen haben nur eine Berechtigung, wenn die Empfänger nachweisen, dass sie etwas für die Allgemeinheit und die Rettung der natürlichen Ressourcen leisten, nicht nur für die Agrarindustrie.• Wirksames Greening: Subventionen an hohe Umwelt- und Tierschutzstandards binden. Artenschutzflächen auf jedem Betrieb, Verbot von Monokulturen und der Zerstörung von Wiesen und Weiden.• Überproduktion senken, Export- und Lagersubventionen abschaffen.• Keine Risikofonds für Agrarindustrie, Risiken minimieren• Umwelt- bzw. Klimabilanz der Landwirtschaft massiv verbessern, 20 Prozent Ökolandbau bis 2020.• Gentechnik stoppen, Eiweißpflanzen selbst anbauen statt gentechnisch veränderten Soja importieren.• Bauernhöfe statt Agrarfabriken. Obergrenze für Subventionen an Großbetriebe.

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