Leerrohre für Glasfaserausbau: Gemeinde Edertal und EWF schließen Kooperation

Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Klaus Gier, EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller sowie der Erste Beigeordnete der Nationalparkgemeinde Edertal, Gerd Hartmann.
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Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Klaus Gier, EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller sowie der Erste Beigeordnete der Nationalparkgemeinde Edertal, Gerd Hartmann.

Die Nationalparkgemeinde Edertal und die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH EWF) haben eine Kooperationsvereinbarung zur Verlegung von Leerrohren für mögliche Breitbandanschlüsse unterzeichnet.

Edertal. Die Nationalparkgemeinde Edertal und die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH EWF) haben eine Kooperationsvereinbarung zur Verlegung von Leerrohren für mögliche Breitbandanschlüsse unterzeichnet.

Die Vereinbarung gilt für Tiefbaumaßnahmen, die entweder von der EWF oder von der Kommune in den nächsten 20 Jahren durchgeführt werden. Bei den Bauarbeiten werden in den nächsten Jahren Leerrohre mitverlegt. Diese können später bei Bedarf für den Aufbau eines Glasfasernetzes direkt bis zum Kunden genutzt werden und so die Breitbandversorgung in der Gemeinde beschleunigen.

„Hilfreich für die Umsetzung der Vereinbarung ist eine bereits erstellte Zielnetzplanung, die für alle bebauten und bebaubaren Grundstücke der Nationalparkgemeinde Edertal Übergabepunkte vom Ortsnetz bis in die jeweiligen Gebäude definiert“, erläutert der Edertaler Bürgermeister Klaus Gier. Zugleich wies er darauf hin welche Vorteile die Kooperation haben kann: „Haushalte und vor allem Betriebe sind immer stärker auf schnelles Internet angewiesen. Die jetzt verlegten Leerrohre können den Breitbandausbau im Edertal beschleunigen, weil dadurch Glasfaserkabel schneller und kostengünstiger verlegt werden können. Deshalb haben wir die Chance zur Zusammenarbeit genutzt.“

Der Geschäftsführer der EWF, Stefan Schaller, nahm die Bedeutung eines modernen Telekommunikationsnetzes für den heimischen Netzbetreiber in den Blick. „Leerrohre können bei Bauarbeiten ohne großen Mehraufwand mitverlegt werden. Bei Bedarf kann dann später ein Telekommunikationsnetz eingerichtet werden, dass für Netzbetreiber heute genauso wichtig ist, wie die Stromkabel und Gasleitungen. Für die Steuerung und die Überwachung unseres Netzes brauchen wir parallel einen zuverlässigen Weg, um Informationen zu transportieren, beispielsweise Daten zur Stromerzeugung von Photovoltaikanlagen oder zum aktuellen Strombedarf in einer Straße. Mit der Zunahme dezentraler Anlagen für Erneuerbare Energien kommen nun immer mehr Informationen hinzu, die alle sicher verarbeitet werden müssen. Deshalb ist es auch für Energieversorger sinnvoll, wenn schon Leerrohre da sind und bei Bedarf für ein Glasfasernetz genutzt werden können.“

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