Leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Dezember

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosenzahl, wie sie die Arbeitsagentur definiert, ist in Hessen im Dezember 2011 saisonbedingt leicht angestiegen. Insg

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosenzahl, wie sie die Arbeitsagentur definiert, ist in Hessen im Dezember 2011 saisonbedingt leicht angestiegen. Insgesamt 169.246 Frauen und Männer wurden im vergangenen Monat zum Stichtag als "arbeitslos" gezählt. Das sind 1.985 Bürger mehr als im Vormonat.

Wie in einem Dezember üblich sind in erster Linie Männer vom saisonbedingten Anstieg betroffen. Ihre Zahl stieg um rund 2.200 im Vergleich zum Vormonat an. Üblicherweise fallen in den Wintermonaten Stellen in Berufen, wie dem Baugewerbe oder der Landwirtschaft, weg. Die Zahl arbeitsloser Frauen sank im Vergleich um 221.

Die saisonübliche Entwicklung spiegelt sich auch bei der Jugendarbeitslosigkeit wieder. Vom Anstieg sind in erster Linie junge Männer betroffen, die im Baugewerbe oder im Bereich Verkehr/Logistik beschäftigt waren. Insgesamt 14.767 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren waren im Dezember arbeitslos. Das sind 359 mehr als im Vormonat.

Rückgang der offenen Stellen

Einen Einschnitt gab es im Dezember bei der Zahl der gemeldeten Stellen. Mit etwa 12.600 Meldungen liegt der Wert um 17,5 Prozent niedriger als im Vormonat und 14,8 geringer als im Vorjahresmonat. Ebenfalls rückläufig ist der Bestand offener Stellen bei den hessischen Agenturen für Arbeit mit jetzt 37.922.

"Der Rückgang der offenen Stellen ist noch kein Grund zur Sorge, sollte aber beobachtet werden", so Martin. Für Januar erwartet er einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen: "Üblicherweise steigen die Arbeitslosenzahlen im Januar an. Grund dafür sind die witterungsbedingten Ausfälle zum Bespiel in der Baubranche, aber auch Kündigungen zum Quartalsende und die Tatsache, dass viele junge Menschen ihre Ausbildung vorzeitig beenden und nicht gleich eine Anschlussbeschäftigung finden. Für Januar werden wir wohl mit einem Anstieg von 10.000 bis 15.000 arbeitsloser Männer und Frauen rechnen müssen."

So sieht es im Landkreis aus

Der erste Wintermonat hat auch diesmal die Erholung auf dem Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg vorübergehend ausgebremst. Ohne Beschäftigung sind derzeit 4.147 Kreisbewohner gemeldet. Das sind 341 mehr als im Vormonat.

Wiederum stellen viele Jugendliche und junge Erwachsene die neu gemeldeten Arbeitslosen. Bei den 15 bis unter 25-jährigen sind es 22,7 Prozent mehr als im November, bei den 15 bis unter 20-jährigen sogar plus 32,3 Prozent.

Mit dem höchsten Dezember-Wert seit 13 Jahren meldet sich der Stellenbestand im Berichtsmonat. Doch die Statistik zeigt aktuell nicht nur 731 offene Jobs, sondern auch, dass die Anteile sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung binnen Jahresfrist um 41,6 Prozent und unbefristeter Anstellung um 42,3 Prozent nach oben schnellten. Gleichzeitig zeigt sich - auch bei den 358 neu gemeldeten Stellen – ein deutliches Minus der geringfügigen und befristeten Beschäftigungsangebote.

 "Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit bewegt sich auf niedrigem Niveau, ist saisonal bedingt und alles andere als eine Überraschung", bilanziert Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach. "Interessanter ist die aktuell hohe Fachkräftenachfrage der regionalen Wirtschaft, die nicht nur für einen Dezember besonders stark, sondern auch für Arbeitnehmer zunehmend attraktiv ist", betont der Agenturchef. Diese Vakanzen für Arbeitgeber wie Beschäftigte zufriedenstellend zu besetzen, sei die große Herausforderung der nächsten Monate.

 Korbach: 2.035 Menschen ohne Beschäftigung waren im Dezember in Korbach und Bad Wildungen gemeldet. Das sind 141 mehr als im November.

 Frankenberg: 1.170 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat. Das entspricht einem Zugang um 140 Personen gegenüber dem Vormonat.

 Bad Arolsen: 942 Kreisbewohner ohne Arbeit sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen erfasst. Im Vergleich zum November sind das 60 mehr.

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