Lesermeinung: Gedanken zur Bürgermeisterwahl in Bad Wildungen

Die an dieser Stelle veröffentlichten Lesermeinungen geben die persönliche Meinung der Einsender wieder und decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion. Die Redaktion behält sich das grundsätzliche Recht zur Kürzung vor.

"Gedanken zur Wildunger Bürgermeisterwahl

Dieser Bad Wildunger Wahlkampf um den Posten des Bürgermeisters ist von einigen Merkwürdigkeiten gekennzeichnet.

Da ist zunächst die hohe Anzahl der Kandidaten, die auch ein Anzeichen von verbreiteter Unzufriedenheit mit der Amtsführung der letzten Jahre sein kann. Schlüssige konzeptionelle Ansätze zur Weiterentwicklung unserer Stadt als Gesundheits- und Tourismuszentrum sind nur bei wenigen Kandidaten sichtbar. Dem Amtsinhaber, der einen populistischen Wahlkampf führt, genügen drei Schlagworte: Neubau Heloponte ohne Eisbahn, Umzug des Herkulesmarktes an die Itzel und keine Entwicklung an der Brunnenallee 1. Ein Konzept für eine mittel- und langfristige Entwicklung der Stadt sieht anders aus.

Bürgermeister Zimmermann stellt sich dar, als sei er ein Kandidat wie jeder andere, aber das ist er nicht. Er ist vielmehr seit über elf Jahren im Amt und damit für Fehlentwicklungen und politischen Stillstand in der Stadt hauptverantwortlich. Zu seiner „Akte unerledigt“ gehören u.a. das Kurhaus, die Tiefgarage, der leerstehende Bahnhof, das Hotel/Sanatorium Parkhöhe, das Haus Oestreich und das Heloponte. Fast alle diese Punkte waren schon Thema bei der letzten Bürgermeisterwahl.

Ein weiteres Phänomen ist, dass alle Kandidaten, allen voran der Amtsinhaber, so tun, als könnten sie Dinge allein bewegen, wenn sie denn nur gewählt würden. Dies ist schlicht falsch, denn kaum eine Entscheidung fällt ohne die Stadtverordneten -Versammlung.

Alle drei Punkte des Zimmermannschen „Wahlprogramms“ stehen im Gegensatz zu Mehrheitsentscheidungen der StaVo, die erst kürzlich beschlossen worden sind.

Es gibt deshalb erhebliche Zweifel, ob in fortbestehender Konstellation – hier ein unwilliger, verzögernder Amtsinhaber, dort eine frustrierte Parlamentsmehrheit, die genug hat von Versprechungen und „Phantom-Investoren“ – sachorientiert, dynamisch und erfolgreich Zukunft gestaltet werden kann.

Die wichtigste Frage für die Wildunger Wähler ist, welcher Kandidatin oder welchem Kandidaten sie zutrauen, diese Frontstellung aufzulösen und stabile Mehrheiten für eine solide Politik zu schaffen. Noch einmal sechs Jahre taktierende Tatenlosigkeit sollte es im Interesse unserer Stadt nicht geben."

Peter Goebel, Manfred Zinke, Günter Wackerbarth

Sprecher der Initiative zur Stärkung der Innenstadt von Bad Wildungen

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Rubriklistenbild: © Fotocollage: red

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