Licht am Ende des Tunnels: In Korbach wird das Impfzentrum gegen Corona für den Landkreis vorbereitet

Die Sporthalle der Louis Peter Schule bietet genug Raum und die Fläche auf der Hauer viele Parkmöglichkeiten und passende Verkehrsanbindung.
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Die Sporthalle der Louis Peter Schule bietet genug Raum und die Fläche auf der Hauer viele Parkmöglichkeiten und passende Verkehrsanbindung.

Die hessische Landesregierung hat die Einrichtung von Impfzentren in den Landkreisen beschlossen, und gibt bis zum 11.Dezember Zeit: Dann muss alles betriebsbereit sein.

Korbach. Die hessische Landesregierung hat die Einrichtung von Impfzentren in den Landkreisen beschlossen, und gibt bis zum 11.Dezember Zeit: Dann muss alles betriebsbereit sein.

Es ist ein wahrhaft historisches Szenario. Das Konzept der Landesregierung in drei Wochen umzusetzen, ist für die Verwaltung des Landkreises Waldeck-Frankenberg eine sportliche Herausforderung. Und genauso sieht es der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese auch, ist aber zuversichtlich, das Ganze mit seinem Team zu stemmen: „Das ist eine Riesenaufgabe“, sagt er. Eine geeignete Räumlichkeit hat man bereits gefunden: Die Sporthalle der Louis Peter Schule bietet genug Raum und die Fläche auf der Hauer viele Parkmöglichkeiten und passende Verkehrsanbindung. Alles zusammen ist bereits Hessentags-erprobt.

Es muss zumindest theoretisch die Möglichkeiten gegeben sein, insgesamt 157 000 Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises eine Impfung anzubieten. 1000 Impfungen pro Tage sollen ermöglicht werden, jeweils von 7 Uhr bis 22 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen.

Es wird sechs verschiedene Impfstraßen geben, Ärzte zur Beratung und für Untersuchungen, Fachpersonal für die Impfungen, Sicherheitsdienste und Büropersonal, Ordner, Reinigungspersonal und diverse Hilfskräfte, ungefähr 50 insgesamt pro Tag. Dazu komme Einrichtung, technische Ausstattung, Infrastruktur und weiträumige Einzäunung des Geländes. Viele Mitarbeiter kommen aus den Kreisbehörden, weiterhin sollen Kliniken, Verwaltungen der Kommunen, Unternehmen, niedergelassene Ärzte und Ärzte im Ruhestand angesprochen werden, dazu noch die Bundeswehr.

Die Bevölkerung wird zentral von den Behörden des Landes Hessen angeschrieben, und man kann dann über verschiedene Kontaktmöglichkeiten einen Impftermin vereinbaren. Alle dürfen sich nur im eigenen Landkreis impfen lassen, auch wenn andere Zentren außerhalb näher liegen, das sei sonst organisatorisch nicht zu stemmen. Frese betont, dass die Impfung freiwillig sei, sofern die zu Impfenden keine typischen Krankheitssymptome aufweisen. Aber eine Impfung von mindestens 70 Prozent der Menschen sei wünschenswert. Wann das Impfzentrum letztendlich seinen Betrieb aufnehmen könne, wann der Impfstoff eintreffe und um welchen Impfstoff es sich handele sei noch unklar. Entsprechende Kühleinrichtungen würden vorbereitet. Nach ungefähr 4 Wochen sei dann eine zweite Impfung nötig. Für Pflegeeinrichtungen und alte Menschen gebe es mobile Impftrupps, die auch über Land führen. Zunächst werden offenbar Risikogruppen und „systemrelevante“ Personen geimpft.

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