Lost Places in Waldeck-Frankenberg: Ein Tunnel im Nirgendwo

In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in einen Tunnel, der früher den Weg in die weite Welt bedeutete und heute vergessen im Nirgendwo schlummert.

Waldeck-Frankenberg -  Er ist 173 Meter lang, die Gleise krümmen sich auf der gesamten Länge und an beiden Enden befinden sich zwei große Tunnelportale aus Sandstein.

Dieser Tunnel im Landkreis Waldeck-Frankenberg war einst ein wichtiger Bestandteil der früheren Eilzugverbindung nach Amsterdam und eigentlich als Anschlusstrasse an die „Obere Ruhrtalbahn“ geplant.

Heute scheint er nicht nur verlassen, sondern vielmehr auch vergessen zu sein. Ganze 86 Jahre, von 1909 bis 1995, befuhren Züge vieler Baureihen die Bahnstrecke. Mittlerweile sind rund 24 Jahre vergangen. Nach der letzten Befahrung, ist der Tunnel nur noch ein stummer Zeitzeuge. Sozusagen einer von vielen. Denn im weiteren Verlauf befinden sich auch heute noch weitere Tunnel und Viadukte aus der damaligen Zeit.

Lost Places Waldeck-Frankenberg: Bilder vom vergessenen Bahntunnel

Fotostrecke Tunnel Lost Places Waldeck
In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: M ark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz
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In unserer Reihe „Lost Places in Waldeck-Frankenberg“ ging es diesmal in diesen Tunnel. © Foto: Mark Pudenz

Stellt man sich wenige Meter vor eines der beiden Portale, weht einem direkt der Geruch von Diesel, Öl und Ruß um die Nase. Es riecht als hätte erst gestern die letzte Diesellok den Tunnel passiert. Man fühlt sich gedanklich zurückversetzt und versucht zu verstehen wie es wohl damals war, als die ersten Züge den Tunnel passierten.

Durch Wildwuchs bedeckte Gleise, Weichen und viele andere Vorrichtungen vor den Portalen, zeugen noch heute von dem einstigen Bahntreiben und lassen nur erahnen und mutmaßen wie aufwendig und mühsam es damals zuging. Der Blick in den eingleisigen Tunnel endet irgendwo im Schwarzen.

Das gegenüberliegende Ende ist nicht zu sehen. Lediglich der Hauch eines Lichtschimmers deutet auf die andere Tunnelöffnung hin. Schon die ersten Meter des Bauwerkes sind beeindruckend und auch etwas angsteinflößend. Während man über ein optisch intaktes Gleisbett läuft, es auf der einen Seite immer heller und auf der anderen immer dunkler wird, erstreckt sich über einem das mächtige Deckengewölbe. Hier und da dringt etwas Feuchtigkeit durch.

Insgesamt scheint der Tunnel aber tatsächlich in einem guten Zustand zu sein. Dafür sorgt immer noch die Eigentümerin, die Deutsche Bahn AG, im Rahmen ihrer Verkehrssicherheitspflicht. Alle drei Jahre wird der Tunnel auf seine Sicherheit und mögliche Schäden inspiziert. Und auch wenn dort kein Bahnbetrieb mehr stattfindet, so schauen Mitarbeiter des Unternehmens in unregelmäßigen Abständen nach dem Rechten.

Im Tunnel selbst findet man auf beiden Seiten rund alle 20 Meter Ausbuchtungen. Diese dienten als Sicherheitsraum für die Beschäftigten, falls sich bei Arbeiten im Tunnel doch mal ein Zug näherte. An den Wänden hängen hier und da alte Umlenkrollen und abgeschnittene Leitungen. Alte Schriftzeichen und Zahlen aus der aktiven Bahnzeit säumen die Tunnelwände genauso wie einige Graffitischmierereien.

Für die nächsten fünf bis zehn Jahre liegen für den Tunnel keine weiteren Pläne vor. Eine Reaktivierung oder andere Maßnahmen, wie den Verkauf oder ähnliches, scheint nach Auskunft der Deutschen Bahn AG ausgeschlossen zu sein.

Die Deutsche Bahn AG weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten der Bahnanlage und des verschlossenen Tunnels grundsätzlich verboten ist. Unsere Bilder entstanden mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Bahn AG.

Rubriklistenbild: © Foto: Mark Pudenz

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