Lukrative Schocks - Immer noch fallen Mitbürger auf die fiesen Tricks herein

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Waldeck-Frankenberg. Die Warnungen der Polizei, selbst in russischer Sprache, haben noch nicht die gewünschte Wirkung erziehlt. Wieder gibt es horren

Waldeck-Frankenberg. Die Warnungen der Polizei, selbst in russischer Sprache, haben noch nicht die gewünschte Wirkung erziehlt. Wieder gibt es horrende Beträge zu beklagen, die nach betrügerischen "Schockanrufen" gezahlt wurden.

In Bad Arolsen und Bad Wildungen kam es erneut zu Fällen, bei denen einmal 15.000 Euro und 700 Euro leichtsinnig den Besitzer wechselten. Wieder wurden schreckliche Szenarien am Telefon geschildert, wieder waren es Mitbürger mit russischem Migrationshintergrund, die auf die Masche hereingefallen sind.

Bereits im Juli war es zu einer Welle von Schockanrufen gekommen (der EDER-DIEMEL TIPP berichtete).

Reiche Russen zahlen sofort

Im Polizeipräsidium Nordhessen wurden damals mehr als drei Dutzend Betrugsfälle dieser Art gezählt. In der vergangenen Woche traf es den Schwalm-Eder Kreis wo auch mehrere Tausend Euro gezahlt wurden und eine Frau in Baunatal übergab den Tätern an der Haustür 10.000 Euro in Bar.

Die Polizei rät

"Diese Masche funktioniert nur mit Zeitdruck. Lassen Sie sich nicht von Unbekannten unter Druck setzen. Überlegen Sie erst und nehmen sie zunächst Kontakt mit dem Familienmitglied auf, das sich in einer vermeintlichen Notlage befindet. Händigen Sie nie Bargeld an Unbekannte aus. Setzen sie sich sofort mit ihrer zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung", rät die Polizei.

So läuft ein Schockanruf ab

Die Anrufer sprechen perfekt Russisch und erklären in der Regel, Rechtsanwälte oder Polizisten zu sein. Immer hat ein Familienangehöriger der angerufenen Person einen schweren Verkehrsunfall verursacht oder ist verantwortlich für eine schwere Verletzung eines anderen Menschen.

Um einer Strafe oder dem angedrohten Gefängnis zu entgehen oder dem angeblichen Opfer eine dringend erforderliche Operation  zu ermöglichen, werden erhebliche Geldbeträge gefordert und gezahlt.Von den Anrufern angekündigte Mittäter holen die geforderten Geldsummen an der Adresse der Opfer persönlich ab.

In zahlreichen Fällen gingen die Schockanrufe mit der litauischen Vorwahl "0037.." bei den Geschädigten ein.

"Litauische Banden haben es auf Russlanddeutsche abgesehen", warnte die Polizei bereits im März dieses Jahres (wir berichteten). Seit Juni wird mit einem Plakat (siehe rechts) teils auch auf Russisch dringend davor gewarnt, auf derartige Anrufe einzugehen und sofort die Polizei über den Notruf 110 zu informieren.

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