Machbarkeitsstudie zu neuen Forstmuseum in Hundsdorf präsentiert

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In der ehemaligen Revierförsterei im Hundsdorfer Ortskern soll schon bald ein Forstmuseum entstehen.

„Das Forsthaus im Kellerwald“ – wird zukünftig das neue Forst- und Kulturhistorische Museum in Hundsdorf heißen. Dort soll die Forstgeschichte der Walddörfer der vergangenen 400 Jahre erzählt werden.

Bad Wildungen. „Das Forsthaus im Kellerwald“ – wird zukünftig das neue Forst- und Kulturhistorische Museum in Hundsdorf heißen. Dort soll die Forstgeschichte der Walddörfer der vergangenen 400 Jahre erzählt werden.

Errichtet wird es in der ehemaligen Revierförsterei an der Hauptstraße, die den Brüdern Dr. Heinrich Berthold und Herbert Berthold gehört und in der sie aufgewachsen sind. Ihr Vater war dort der letzte Revierförster. Sie stellen das Erdgeschoss, das Wirtschaftsgebäude und die Freifläche zur Verfügung. Mit möglichst wenig finanziellem Aufwand möchte der Verein für Forst- und Regionalgeschichte im Kellerwald die Räume sanieren und einrichten.

Lutz Schmithausen von der Agentur „cognitio“ aus Niedenstein stellte die Machbarkeitsstudie vor. Es wäre bereits das elfte Museum in der Gemeinde Bad Wildungen. Das rief anfangs bei Bürgermeister Volker Zimmermann noch Skepsis hervor. Doch das Konzept hat ihn überzeugt und er sieht es nun als „wichtige Maßnahme zur Regionalentwicklung. Die Dörfer sollen nicht nur zum Schlafen da sein, hier soll auch Leben stattfinden.“ Außerdem merke er, dass das Projekt zusammenschweißt, denn das Haus repräsentiere gemeinsame Geschichten und Erinnerungen und sei somit ein Stück Identität für viele.

Die Grafik zeigt einen Entwurf, wie es im Forstmuseum Hundsdorf einmal aussehen könnte.

Das sieht auch der Ortsvorsteher und Vorsitzende des Vereins für Forst- und Regionalgeschichte im Kellerwald, Horst Reis, so: „Wir wollen hier so viel wie möglich in Eigenleistung schaffen – das schweißt zusammen.“ Die Einschätzung der Gesamtkosten liegt bei rund 100.000 Euro. Wobei sich die Kosten auf Grund der Eigenleistungen erheblich senken würden.

Die Mittel für die Baumaßnahmen sollen entweder aus der LEADER-Förderung der Europäischen Union kommen, die eine 50-prozentige Bezuschussung bedeuten würde oder aus der Förderung LandKULTUR des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, mit der die Gesamtsumme finanziert werden könnte. Das Museum soll als regionaler Veranstaltungsort, touristische Infoeinrichtung sowie kulturelles Gedächtnis der Region der Walddörfer dienen.

Für Dr. Heinrich Berthold hängen ganz besondere Erinnerungen an dem Forsthaus: „Ich bin hier aufgewachsen. Das Haus als solches ist schon ein Museum, ich kenne die Einrichtung noch aus meiner Kindheit.“ Er betonte auch, dass das Museum einen archivarischen Charakter haben soll. In dem Geschichte mittels historischer Schriftstücke vermittelt werden soll.

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