Mängel unter dem Erdboden: Diskussionen um Recyclinganlage bei Korbach

Aus der Bodendeponie am östlichen Stadtrand soll eine genehmigte Anlage zur Zerkleinerung und Zwischenlagerung mineralischer Baustoffe werden, mit Unterstand für Fahrzeuge.
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Aus der Bodendeponie am östlichen Stadtrand soll eine genehmigte Anlage zur Zerkleinerung und Zwischenlagerung mineralischer Baustoffe werden, mit Unterstand für Fahrzeuge.

Aus der Bodendeponie am östlichen Stadtrand soll eine genehmigte Anlage zur Zerkleinerung und Zwischenlagerung mineralischer Baustoffe werden. So plant es ein ansässiges Bauunternehmen seit vielen Jahren.

Korbach. Aus der Bodendeponie am östlichen Stadtrand soll eine genehmigte Anlage zur Zerkleinerung und Zwischenlagerung mineralischer Baustoffe werden, mit Unterstand für Fahrzeuge. So plant es ein ortsansässiges Bauunternehmen seit vielen Jahren. Aber seit über einem Jahrzehnt wird die Genehmigung hin- und hergeschoben.

Gleichzeitig wurde das Gelände bereits seit 1989 als vorläufige Deponie genutzt. Bei stichprobenhaften Kontrollen sollen nach Informationen des Eder Diemel Tipp wiederholt Mängel festgestellt worden sein, ohne dass die Behörden entsprechend reagiert hätten. Plötzlich ist wieder Bewegung in die Sache geraten, denn die Recyclingmöglichkeiten von Bauschutt sind in der Region knapp.

Um den Weg dafür freizumachen, muss die Stadt Korbach den Flächennutzungsplan ändern. Bisher ist das Areal noch als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Die Grünen lehnen den Antrag ab, denn dort sei Wasserschutzzone IIIa und die Wasserentsorgung sei ungeklärt. Weitere Gegner der Genehmigung befürchten, dass jetzt nachträglich vollendetes Baurecht für eine schon seit Jahren fragwürdige Anlage geschaffen werden soll und die Mängel der Vergangenheit damit im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Erdboden verschwinden.

Die Stadt schaffe nur die baurechtlichen Voraussetzung, für Genehmigung der Anlage und Umweltschutz seien andere Behörden zuständig, sagen SPD und FWG. So wurde dem Antrag im Haupt- und Finanzausschuss auch mehrheitlich zugestimmt. Der Landkreis und das Regierungspräsidium sind dann am Zug, um eine Baugenehmigung zu prüfen.

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