Magerrasen gefördert: Landschaftspflegeverband organisierte Heckenpflege

Hecken breiten sich auf den mageren Wiesen und Weiden bei Frankenau aus.
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Hecken breiten sich auf den mageren Wiesen und Weiden bei Frankenau aus.

Der Landschaftspflegeverband hat sich zum Ziel gesetzt, die historisch gewachsene Kulturlandschaft und die artenreichen Lebensräume der Region zu erhalten.

Frankenau. Der Landschaftspflegeverband hat sich zum Ziel gesetzt, die historisch gewachsene Kulturlandschaft und die artenreichen Lebensräume der Region zu erhalten. Um das vielfältige Landschaftsbild mit den blütenreichen mageren Wiesen und Weiden innerhalb der Arche-Region Kellerwald zu erhalten, bedarf es unterschiedlichster Pflegemaßnahmen.

Eine besondere Stellung nehmen dabei Heckenstrukturen in der offenen Landschaft ein. Hecken dienen verschiedenen Säugetierarten wie Igel, Feldhase, Fuchs und Vögeln wie Neuntöter, Raubwürger und Amsel als Lebensraum. Sie sind Überwinterungsquartier, Brutgebiet und Nahrungsraum zugleich. Des Weiteren verbinden Hecken verschiedene Landschaftsbestandteile miteinander. Zum Erhalt einer Hecke muss diese regelmäßig gepflegt und verjüngt werden.

Im Bereich „Unter dem Banner“ befindet sich ein Magerrasen mit angrenzenden breit gewachsenen Heckenstrukturen. Hier wird zwar mit Pferden und Rindern beweidet, jedoch breiten sich die Hecken immer weiter aus, so dass die Magerrasen zu verschwinden drohen. Mit ihnen geht Lebensraum für seltene Pflanzenarten, wie Heidenelke und Thymian, und verschiedene Insekten verloren. Die Hecke wies zudem teils überalterte Strukturen auf, welche in sich zusammenzufallen drohten. Daher plante und organisierte Jaqueline Bienhaus, Mitarbeiterin des Landschaftspflegeverbandes, die abschnittsweise Verjüngung der Hecke, indem diese an geeigneten Stellen „auf den Stock gesetzt“ wurde. Zur Förderung der Magerrasen wurde die Hecken naturverträglich zurückgedrängt und Einzelbäume freigestellt. Ausgeführt wurden die Maßnahmen von einem ortsansässigen Landwirt, der die Arbeiten mit Hilfe einer hydraulischen Astschere und viel Handarbeit mit Motorsäge für den Landschaftspflegeverband erledigte.

„Diese Maßnahmen untermauern die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landschaftspflegeverband und den örtlichen Landwirten. Zudem fand im Vorfeld eine enge Abstimmung mit dem RP Kassel sowie dem zuständigen Gebietsmanager Markus Schönmüller statt.“ erklärte Carsten Müller, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes. „Um diesen wichtigen Lebensraum langfristig zu erhalten, möchten wir auch im nächsten Jahr weitere Maßnahmen durchführen lassen und kontrollieren den Erfolg der jetzigen Maßnahme,“ so Bienhaus.

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