Marcel Krug hat den Ironman auf Hawaii bewältigt und ist ein Vorbild für seine Schüler

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Beim Ironman musste Marcel Krug nicht nur 180 Kilometer Fahrrad fahren, sondern auch einen gesamten Marathon über 42 Kilometer laufen und knapp vier Kilometer schwimmen. Er schaffte dies in weniger als zehneinhalb Stunden.

Mit Disziplin und eisernem Willen hat Berufsschullehrer Marcel Krug den Ironman auf Hawaii gepackt. Tugenden, die er auch seinen Schülern mit auf den Weg gibt.

Bad Arolsen - Marcel Krug hat sich mit der Teilnahme am Ironman auf Hawaii im vergangenen Herbst einen Lebenstraum erfüllt. In einer sehr guten Zeit von 10 Stunden 25 Minuten und 11 Sekunden kam der 35-jährige über die Ziellinie in Kailua Kona. Wie er das geschafft hat? „Wenn die Einstellung die Richtige ist, kommst du weiter im Leben“, sagt er. Und das möchte er auch seinen Schülern vermitteln – Krug unterrichtet Sport und Politik an der Staatlichen Berufsschule im Berufsbildungswerk Nordhessen.

Nach 10 Stunden und 25 Minuten läuft Marcel Krug über die Ziellinie Kailua Kona.

Angesichts des geleisteten Trainingsaufwands über Jahre hinweg und die extreme Belastung eines Triathlons über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen mag man dem Lehrer nicht glauben, wenn er sagt, dass die extreme Schiene eigentlich nie sein Ding war. Nicht extrem ist hingegen seine Verbissenheit. Krug sieht die Teilnahme auf Hawaii als Geschenk, nicht als Wettbewerb. Zwar ärgert er sich im Nachhinein etwas über seine Laufzeit, jedoch verspürt er nicht den Drang einer Wiedergutmachung. Das ist seine Art des Stressmanagements. Triathlon hat für ihn etwas mit Demut zu tun. Und diese Einstellung versucht er auch, seinen Schülern zu vermitteln.

„Auf den Schülern lastet schon genug Druck“, so der Pädagoge. Als gutes Beispiel, als jemand, der nicht nur mit Talent, sondern durch Fleiß und harte Arbeit etwas erreicht hat, geht Krug bei seinen Schülern voran – und das kommt an. „Marcel Krug bringt Schüler dazu, selbstbewusst an Dinge heranzugehen“, lobt Schulleiterin Karola Vahland. Aktivitäten außerhalb des Lehrplans verschaffen Schülern positive, bleibende Erinnerungen an die Schulzeit. Und sie schaffen gleichzeitig Möglichkeiten, einen Zugang zum Sport zu öffnen, gerade für Schüler, die selbst in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. So nahm Krug in diesem Jahr mit seinen Schülern am Wolfhager Teamtriathlon teil oder schaute mit ihnen ein Basketballspiel der BG Göttingen.

„Das gehört in unserer Schule zur Schulkultur unbedingt dazu“, so Vahland. Die Herangehensweise von Marcel Krug bezeichnet sie als professionell, wertschätzend und individuell, ganz so, wie es die Berufsschule in ihrem Leitbild verankert hat.

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