Maskenpflicht in Bus und Bahn: Nach den Weihnachtsferien werden 50 Euro fällig

Geschäftsführer Steffen Müller und Staatssekretär Jens Deutschendorf v.r.) verteilen Masken an Passanten auf dem Gelände des Korbacher Bahnhofs.
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Geschäftsführer Steffen Müller und Staatssekretär Jens Deutschendorf v.r.) verteilen Masken an Passanten auf dem Gelände des Korbacher Bahnhofs.

Mit einer gemeinsamen Aktion haben Polizei, das hessische Verkehrsministerium, der Landkreis-Waldeck-Frankenberg, die Kurhessenbahn und der nordhessische Verkehrsverbund auf die seit Monaten gültige Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufmerksam gemacht.

Korbach. Mit einer gemeinsamen Aktion haben Polizei, das hessische Verkehrsministerium, der Landkreis-Waldeck-Frankenberg, die Kurhessenbahn und der nordhessische Verkehrsverbund auf die seit Monaten gültige Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufmerksam gemacht. Hintergrund war der bundesweite Aktionstag zur Maskenpflicht.

Staatssekretär Jens Deutschendorf, Landrat Dr. Reinhard Kubat, NVV Geschäftsführer Steffen Müller, Kurhessenbahnn-Chef Joachim Kuhn, Vertreter von Polizei und Ordnungsamt trafen sich am Korbacher Bahnhof, um auf die Maskenpflicht aufmerksam zu machen und Masken auf dem Bahnhofsgelände zu verteilen.

„Eine Maske zu tragen, ist Rücksichtnahme. Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger sind jeden Tag auf Busse und Bahnen angewiesen. Sie haben ein Recht darauf, dass ihre Gesundheit bestmöglich geschützt wird“, so Staatssekretär Jens Deutschendorf. Das Land Hessen habe zusätzliche Gelder für zusätzliche Busse zur Verfügung gestellt. Nach derzeitiger Erkenntnis seien bisher auch noch keine Ansteckungen im Öffentlichen Personennahverkehr nachweisbar.

Landrat Dr. Kubat und Aufsichtsratsvorsitzender des NVV steht zu den Maßnahmen: „Wir zeigen heute in Korbach mit allen Verantwortlichen, wie wir gemeinsam das gleiche Ziel verfolgen können. Wir überprüfen die Maskenpflicht, egal wo und sorgen so für mehr Sicherheit bei den Fahrgästen vor einer Ansteckung.“ Die Zahlen in Landkreis seien nach wie vor zu hoch. Es gebe zwar keine wirklichen Hotspots, die Verteilung sei eher „diffus“. „Wir müssen noch eine Weile durchhalten“.

„Auch Lüften, Desinfektion und zusätzlichem Angebot für mehr Platz sind uns wichtig, um im ÖPNV auch in Zeiten von Corona unterwegs zu sein“, unterstreicht Steffen Müller die Aktivitäten des NVV in der Pandemie.

In Nordhessen werden künftig Fahrgäste verstärkt darauf hingewiesen, den Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dazu wurden im ersten Schritt 20 Mitarbeiter eines externen Sicherheitsdienstleisters aus der Region engagiert. Auch die hessische Polizei und die Bundespolizei tragen seit Beginn der Pandemie durch ihre Kontrollmaßnahmen und durch Sensibilisierungsgespräche zur Einhaltung der Hygienevorschriften bei.

Bereits im Oktober wurden die rechtlichen Beförderungsbedingungen entsprechend erweitert und vom Regierungspräsidium genehmigt. Diese sehen neben dem Verweis aus dem Fahrzeug auch eine Strafzahlung Vertragsstrafe) in Höhe von 50 Euro vor, wenn ein entsprechender Schutz nicht getragen wird. Bis zum Ende der hessischen Weihnachtsferien Anfang des nächsten Jahres werden noch Ermahnungen ausgesprochen, danach werden 50 Euro fällig.

Ausnahmen gelten für Kinder unter sechs Jahren und Menschen mit attestierten Erkrankungen. Diese müssen ein entsprechendes Attest mitführen. Visiere stellen keinen gültigen Ersatz zu einer Mund-Nase Bedeckung dar. Die Maske darf kurz für den Moment der Nahrungs- oder Getränkeaufnahme entfernt werden, muss aber sofort wieder aufgesetzt werden. rff)

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