Für mehr Artenvielfalt: Landkreis sponsert eine Tonne Saatgut für Blühflächen

Um die Artenvielfalt im Landkreis zu erhalten, stellt der Landkreis Waldeck-Frankenberg für Landwirte, Gartenbesitzer und Imker eine Tonne Saatgut für Blühflächen zur Verfügung.

Waldeck-Frankenberg - Die in vielen Jahrtausenden entstandene mannigfaltige Kulturlandschaft hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Das Nahrungsangebot für Insekten wird immer knapper, vor allem ab Juni, wenn die Frühblüher vorbei sind. Blühflächen liefern Nektar und Pollen für blütensuchende Insekten und bieten Struktur, Deckung und Äsung für Wildtiere in der offenen Feldflur.

„Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, Waldeck-Frankenberg aufblühen zu lassen“, betont Landrat Dr. Reinhard Kubat. Denn auch der Landkreis mit seiner landwirtschaftlichen Prägung bietet durch seine artenreichen Blühflächen einen vielfältigen Lebensraum. Um diesen zu erhalten und zu fördern, sponsert der Landkreis Waldeck-Frankenberg insgesamt eine Tonne Saatgut für einjährige Blühflächen und –streifen.

Landwirte, Gartenbesitzer oder Imker können dies kostenlos bekommen. Investiert hat der Landkreis dafür 3.000 Euro. Dieses Geld ist gut angelegt, ist sich der Landwirtschaftsdezernent Friedrich Schäfer sicher: „Mit dem Saatgut, welches wir ab sofort an Gartenbesitzer, Landwirte oder Imker herausgeben, können 60 Hektar Blühstreifen angelegt werden.“ Interessierte können sich ab sofort beim Maschinenring Waldeck-Frankenberg (Tel.: 06451-2309810) melden, um dort das konventionelle oder Biosaatgut zu bekommen.

Dabei ist zu beachten, dass das Saatgut vorrangig auf landwirtschaftlichen Flächen zu verwenden ist. Kleinmengen stehen – bei vorhandenem Anbaunachweis – auch für weitere Verwendungen wie auf Wildäckern oder Naturschutzstreifen zur Verfügung. Für Landwirte ist zu beachten, dass die Blühstreifen nur auf mit Hauptkulturen bebauten Ackerflächen abgelegt werden dürfen.

Neben den bekannten Zuwendungsbestimmungen gilt grundsätzlich ein Pflege- und Bearbeitungsverbot vom Zeitpunkt direkt nach der Aussaat eines Jahres bis einschließlich 30. Juni. Es sind zudem die jeweils rechtskräftigen Verordnungen der Direktzahlungs- und Durchführungsverordnung zu beachten. Die Aussaat muss darüber hinaus entsprechend dokumentiert werden.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Frauen-Fußball-EM 2019: Conti-Firmenteams kämpfen in Korbach um den Titel

Auf der Hauer sind die Frauen-Teams der 10 Continental-Standorte in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Ungarn, Portugal und Serbien aufeinander getroffen.
Frauen-Fußball-EM 2019: Conti-Firmenteams kämpfen in Korbach um den Titel

Einbruch in Gerätehaus in Burgwald

In der Nacht von Montag auf Dienstag brach ein Unbekannter in ein Metallgerätehaus eines Kindergartens in Bottendorf ein.
Einbruch in Gerätehaus in Burgwald

Fotostrecke: Das Drachenbootrennen 2019 auf dem Edersee

Beim Drachenbootrennen in Nieder-Werbe am Edersee ging es zum dritten Mal gleichzeitig um die Nordhessische Meisterschaft.
Fotostrecke: Das Drachenbootrennen 2019 auf dem Edersee

Bildgalerie: Korbacher Freilichtbühne bringt Filmklassiker auf die Bühne

Die Freilichtbühne Korbach hat mit ihrem Abendstück „Die Drei von der Tankstelle“ Premiere gefeiert.
Bildgalerie: Korbacher Freilichtbühne bringt Filmklassiker auf die Bühne

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.