Für mehr Sicherheit im Forst: Neue Europa-Standards bei Windwurf beraten

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Training in der Realität: HessenForst legt Wert darauf, dass Situationen wie Windwurf geübt werden.

HessenForst legt Wert darauf, dass Situationen wie Windwurf geübt werden. Nun haben Experten darüber beraten ob die hiesigen Standards auch in anderen Ländern gelten sollen.

Waldeck-Frankenberg - Wenn ein Orkan wie „Friederike“ den hessischen Wald erfasst, wird der Arbeitsschutz besonders wichtig, denn die Aufarbeitung von Sturmwurfholz ist für Forstwirte und Unternehmer eine Herausforderung. HessenForst legt deshalb Wert auf eine solide Ausbildung: Wer Windwurfholz aufarbeiten möchte, muss hohe Anforderungen erfüllen.

Dies wird z. B. durch die europäischen Motorsägenzertifikate nachgewiesen. Ob die hessischen Standards für den Erwerb dieser Zertifikate auf die europäischen Mitgliedstaaten übertragen werden sollen, haben Forstexperten verschiedener europäischer Länder nun beraten. Übergeordnetes Ziel aller Beteiligten war, dass Forstwirte bei großen Sturmwürfen grenzübergreifend – auf Basis einheitlicher Qualifikationen – anderen Forstbetrieben helfen können.

Gemeinsame, einheitlich hohe Standards für den Arbeitsschutz seien hierfür aus hessischer Sicht vonnöten. Um von den Erfahrungen der verschiedenen europäischen Länder zu profitieren und grenzübergreifend voneinander zu lernen, haben sich die europäischen Forstexperten getroffen. „Qualitätssicherung ist uns besonders wichtig“, betonte Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs HessenForst, „nicht nur hinsichtlich unserer Produkte und Dienstleistungen, sondern vor allem auch in Sachen Arbeitsschutz.“

Für HessenForst bieten die Ausbildung und Prüfungsabnahme unter realen Windwurfbedingungen die besten Voraussetzungen für das sichere Führen der Kettensäge in Extremsituationen. Die meisten anderen europäischen Länder beschränken sich bislang auf die Simulation entsprechender Bedingungen.

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