Menschenrettung über den Leiterhebel

Die Bilder zeigen die Rettung einer Person über die dreiteilige Steckleiter sowie den eingesetzten Leiterhebel. Fotos: red
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Die Bilder zeigen die Rettung einer Person über die dreiteilige Steckleiter sowie den eingesetzten Leiterhebel. Fotos: red

Korbach. Gestern sind die Feuerwehren aus Strothe und Meineringhausen zu einer Alarmübung ausgerückt.

Strothe. Gestern wurden die Wehren aus Strothe und Meineringhausen zu einer Alarmübung gerufen. Menschenrettung war der Schwerpunkt der Ausbildungseinheit. Zum Einsatz kam eine nicht alltägliche Rettungsmethode: der Leiterhebel.

Die Strother Einsatzkräfte waren schnell zur Stelle. Der angenommene Einsatzort war ein landwirtschaftliches Gebäude in der Nachbarschaft des Gerätehauses. Sofort wurde erkannt, dass mehrere Personen im Obergeschoss eingeschlossen waren. Während die dreiteilige Steckleiter vorbereitet wurde, kümmerte sich ein Kamerad bereits um die am Fenster stehende Person und wirkte beruhigend auf diese ein. Auch im realen Einsatz spielt eine solche Gesprächsführung eine entscheidende Rolle, um Kurzschlussreaktionen der eingeschlossenen Personen zu vermeiden.

Gemeinsam mit den unterstützenden Kameradinnen und Kameraden aus Meineringhausen wurden drei Erwachsene und ein Kind rasch über die in Stellung gebrachte dreiteilige Steckleiter aus dem Gefahrenbereich gerettet. Eine weitere zweiteilige Steckleiter kam an der Gebäudeseite zum Einsatz. Mehrere Trupps unter Atemschutz übernahmen zeitgleich auch die Brandbekämpfung.

Eine besondere Herausforderung war eine fünfte pflegebedürftige Person im Obergeschoss. Da diese selbst nicht mehr in der Lage war, eine Leiter zu besteigen und das Treppenhaus nicht mehr begehbar war, kam eine besondere Art der Menschrettung zum Einsatz. Mittels eines Leiterhebels wurde diese Person sicher ins Freie befördert. Die Einatzkräfte haben dadurch bewiesen, dass z. B. beim Ausfall der in diesem Fall üblicherweise eingesetzten Drehleiter auch alternative Rettungsformen zur Verfügung stehen.

Friedhelm Schmidt, Stadtbrandinspektor der Hansestadt, sowie seine Stellvertreter Carsten Vahland und Bernd Dittrich zogen nach Übungsende eine durchweg positive Bilanz. Obwohl nur zwei Wehren alarmiert wurden, waren fast dreißig Einsatzkräfte vor Ort. Das Einhalten der gesetzlichen Hilfsfristen macht bei solch schlagkräftigen Ortsteilswehren keinerlei Probleme.

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