Idol soll die Vipers aus dem Tabellenkeller holen

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Miranda Schmidt-Robben.

Der Ruhestand ist für Miranda Schmidt-Robben vorerst beendet. Die niederländische Außenspielerin soll den Vipers helfen, aus dem Tabellenkeller der 1. Bundesliga bei den Handball-Frauen heraus zu kommen.

Bad Wildungen - Sie gilt als die Identifikationsfigur des letzten Jahrzehnts bei den Bad Wildunger Handballerinnen: Miranda Schmidt-Robben. Im Mai 2018 beendete sie ihre Karriere mit einem offiziellen Abschied und den Worten: „Es wird jedoch einfach mal Zeit für einen neuen Lebensabschnitt: Familienplanung vorantreiben, beruflich weiterentwickeln und einfach mal Freizeit haben, um zu reisen und das Leben zu genießen. Außerdem bin ich bis jetzt ohne große Verletzungen durch meine Laufbahn gekommen, da will ich das Schicksal nicht noch unnötig herausfordern.“

Doch nun ist die niederländische Außenspielerin plötzlich wieder zurück in der Ense-Halle. Mit der Nummer 21 läuft sie für das Wildunger Team auf. Die Rückkehr ist ein Versuch den heimischen Erstligisten zu stabilisieren und aus dem Tabellenkeller (aktuell Vorletzter) zu holen.

Die Vipers wollen mit Miranda Schmidt-Robben für mehr Entlastung der bisweilen angespannten Personaldecke sorgen, heißt es von Vereinsseite. „Der Anruf von Tessa kam völlig unerwartet“, beschreibt Miranda „ich habe erstmal im Keller geschaut, ob die Handballschuhe noch da sind und dann nach Rücksprache mit meiner Familie aus dem Bauch heraus entschieden, es noch einmal zu versuchen.“

Die zweifache Mutter hat auch in der Zwischenzeit verschiedene Aufgaben rund um den Handball wahrgenommen und sich auch in der hallballfreien Zeit stets fit gehalten. „Es wird ein ganz besonderer Moment für mich sein, wieder in der Ense-Halle aufzulaufen, insbesondere wenn mich unser jüngster Sohn das erste Mal auf dem Spielfeld sieht“, erklärt die niederländische Außenspielerin.

Gingen die Verantwortlichen nach der knappen Auswärtsniederlage (25:24) in Leverkusen noch positiv in das neue Jahr, ist die Situation nach dem Heimspiel am vergangenen Samstag gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Mainz angespannt. Die Vipers verloren mit 26:30. „Die Mainzer waren auf jeder Position besser als wir. Für uns ist das jetzt eine neue Situation, in der wir ganz tief unten drinstecken. Nichtsdestotrotz haben wir in der Rückrunde immer noch die Möglichkeit das ganze wieder hinzubiegen“, beschreibt Trainerin Tessa Bremmer. Das nächste Spiel findet am 15. Januar gegen Oldenburg statt.

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