Mobilfalt erfüllt Erwartungen

Nordhessen. Das bundesweit einmalige NVV-Pilotprojekt Mobilfalt (= Mobilität+Vielfalt) soll den öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Regionen re

Nordhessen. Das bundesweit einmalige NVV-Pilotprojekt Mobilfalt (= Mobilität+Vielfalt) soll den öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Regionen revolutionieren, dort wo immer wenige Menschen leben und daher traditionelle Mobilitätsangebote zum Beispiel mit Bussen immer schwerer zu finanzieren sind.

Kern von Mobilfalt ist die Verknüpfung des Individualverkehrs in den Pilotregionen Sontra/ Nentershausen/Herleshausen (als Zweckverband Interkommunaler Zusammenarbeit) und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis mit allem, was bisher in den Fahrplänen des NVV zu finden ist, egal ob Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Bus, Tram oder Zug.

Die bisherigen Angebote werden im vorhandenen NVV-Tarif- und Fahrplansystem um Fahrten im Auto oder Taxi - falls keine Privatfahrt angeboten wird - ergänzt. Damit integriert Mobilfalt die Privatfahrt mit dem Auto in die verlässlichen Qualitäten des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Tarif- und Taktangebot und seiner Infrastruktur von Strecken, Bahn-höfen und Stationen.

Jeder kann seine regelmäßigen oder unregelmäßigen privaten Autofahrten anderen anbieten und erhält dafür einen Zuschuss von 30 Cent pro Kilometer. Der Preis pro Fahrt für den Fahr-gast ist bisher in der Pilotphase mit einem Euro kalkuliert.

Die technische Basis von Mobilfalt ist eine internetgestützte Plattform, mit der angebotene und nachgefragte Autofahrten in die bestehenden Fahrpläne für den Nahverkehr integ-riert und zentral gesteuert werden. Abgerechnet wird über den NVV, der die Einnahmen verteilt. Gebucht wird über Internet, Telefon bzw. über die neu entstandene Mobilitätszentrale im Stadtbahnhof Eschwege.

Die 100-Tage Bilanz für das Mobilitätsprojekt Mobilfalt fällt durchweg positiv aus. Mit über 400 registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Pilotregionen Sontra/ Nentershausen/Herleshausen und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein sind die Erwartungen bei allen Projektpartnern mehr als erfüllt.

Mit 80 Fahrern und 320 Mitfahrern hat sich das Projekt in den letzten drei Monaten sehr gut entwickelt. Insgesamt haben über 650 Fahrgäste bei knapp 540 gemachten Fahrten das neue Angebot genutzt. Durchschnittlich sind pro Fahrt 1,2 Personen in den Fahrzeugen unterwegs.

In den meisten Fällen wurden dafür Taxifahrten genutzt, die Kosten im Umfang von 5000 Euro verursacht haben. Private Fahrten wurden nur in 10 Prozent der Fälle angeboten. Die genutzten Angebote der Mobilfahrtmitfahrer haben bisher keinen Schwerpunkt, sondern finden zu jeder Tageszeit statt und wurden in allen Pilotgemeinden nachgefragt.

Ziel des NVV ist es jedoch, in dem Projekt einen Anteil von 30 Prozent durch Privatfahrten zu erreichen. " Da wir bisher noch am Anfang des Pilotprojektes stehen, ist die Zwischenbilanz nach 100 Tagen absolut ermutigend. Jetzt arbeiten wir daran, unser Ziel bis Dezember 2014 zu erreichen", so die Einschätzung von Wolfgang Dippel, Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbundes.

Um herauszufinden, welche Fahrten für Mobilfalt angeboten werden können, finden sich im Internet unter der Adresse www.mobilfalt.de alle Mobilfalt-Strecken mit den vorgesehenen Zeiten.

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