Staatsanwalt ermittelt: Sollte ein Mann in Allendorf getötet werden?

Ein brutaler Überfall hat sich in Allendorf (Eder) ereignet. Staatsanwalt und Polizei ermitteln wegen versuchter Tötung.

Allendorf. Es war ein beschauliches Wohngebiet, das in den vergangenen Jahren am Georg-Traute-Ring wuchs. Doch mit der Beschaulichkeit ist es nun vorbei.

Am Dienstag, 29. Januar 2019, gegen 19 Uhr kam es dort zu einem brutalen Überfall. Ein 29-Jähriger kommt gerade nach Hause. Der Jahreszeit entsprechend ist es bereits dunkel. Als er seinen Pkw abstellt und aus dem Auto aussteigt, spricht ihn eine männliche Stimme an.

Als sich der Allendorfer umdreht, sieht er einen Maskierten, der plötzlich mit einem Knüppel oder Schlagstock auf ihn einschlägt. Er wird von harten Schlägen getroffen und geht zu Boden. Zusammengekauert versucht sich der 29-Jährige mit nach oben gehaltenen Armen gegen weitere Schläge zu schützen. In diesem Moment taucht ein zweiter Täter auf.

Der schlägt und tritt ebenfalls auf den am Boden liegende und schreienden Mann ein. Das Opfer muss um sein Leben fürchten. Die Hilfeschreie des Opfer werden gehört.

Eine Frau wird auf das Geschehen aufmerksam. Als sie von den Tätern bemerkt wird, fliehen diese in Richtung Marktstraße. Der 29-Jährige liegt schwer verletzt am Boden. Der brutale Angriff hat erhebliche Verletzungen erzeugt, die im Krankenhaus stationär behandelt werden müssen.

Da die Tat äußerst brutal ist und es sich nach ersten Erkenntnissen ausschließlich gegen das Leben des Mannes in Allendorf richtete, ermitteln die Staatsanwaltschaft Marburg und die Kriminalpolizei Korbach gemeinsam wegen versuchter Tötung.

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen könnte es sich bei dem Täter um eine Person aus dem Bereich Bulgarien oder Rumänien handeln. Der Haupttäter mit dem Schlagstock konnte von Zeugen wie folgt beschrieben werden: Er soll etwa 1,78 Meter groß sein und zwischen, 35 und 40 Jahre alt. Als hautfarbe wird ein dunkler Teint angegeben. Der Täter habe zudem dunkle Augen, eine kräftige Statur und trug einen Drei-Tage-Bart. Der komplett in schwarz gekleidete Angreifer trug Handschuhe, und eine schwarze Wollmütze mit Sehschlitzen. Bewaffnet war er mit einem schwarzen Holzknüppel oder Schlagstock. Von dem zweiten Täter liegt noch keine Beschreibung vor.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und einem möglichen Motiv dauern noch an. Die Polizei ist zudem auf der Suche nach Zeugen. Hinweise bearbeitet die Kriminalpolizei in Korbach, Tel. 05631-9710.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dapd

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