„Mosquito“ stürzt ab

Gubbings, links mit einem anderen Piloten wenige Tage vorher. Im Hintergrund die Mosquito SZ 963 mit der die beiden abgestrzt sind.F

Gubbings, links mit einem anderen Piloten wenige Tage vorher. Im Hintergrund die Mosquito SZ 963 mit der die beiden abgestrzt sind.Foto: Archiv Adler

Teil 2 der Serie von Hans-Joachim Adler

Bottendorf. Getroffen mit brennendem Heck zog die Maschine hoch, um dann in Richtung Bottendorf zu verschwinden. Alle hatten viel zu sehr mit sich zu tun, um weiter nach dem Flugzeug zu schauen. Die Maschine ging noch leicht auf Hhe, wobei sie immer mehr auf Willersdorf zuflog. ber Willersdorf drehte der Pilot mit der Mosquito eine Kurve von fast 360 Grad, die dann genau auf Bottendorf zusteuerte. ber dem Linnerberg ist vermutlich ein Steuerseil gerissen, senkrecht strzte die zweimotorige Maschine mit heulenden Motoren zu Boden. Ein Ohrenbetubender Schlag und dann waren aus den umliegenden Ortschaften nur noch Flammen zu sehen. Erst in den Morgenstunden des anderen Tages wagten sich erste Bewohner an die Absturzstelle, die ganze Nacht war noch Explosionen von schwerer Munition zu hren gewesen. Nun waren nichts als rauchende Trmmer zusehen, lediglich ein Teil des Rumpfes hatte noch etwas vom Gefge, auf dem der Rest der englischen Kokarde zu erkennen war. Fast ganz aus Holz gefertigt (Tropisches Balsaholz), war die Mosquito eines der schnellsten Flugzeuge dieser Zeit. Auf deutscher Seite hatte die Luftwaffe lange nichts vergleichbares, erst als die Messerschmitt 262 mit Turbinenantrieb erschien wurde es fiir die zweimotorige Mosquito auf ihren Einstzen gefhrlich.Die Besatzung der abgestrzten Maschine, Oberstleutnant Viktor Rundle Oats und sein Navigator Frederik Gubbings hatten diesen Einsatz mit dem Leben bezahlt. Ihre sterblichen berreste bestattete man unter einer 400 Meter entfernt stehenden riesigen Eiche. Ein Jahr nach Ende des zweiten Weltkrieges kam ein Exhumierungskommando aus Hannover, die eine Umbettung auf den dortigen englischen Soldatenfriedhof durchfhrten.

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