Biathletin Karolin Horchler startet nach schwerem Unfall beim Weltcup in Östersund

Gut fünf Monate ist es her, dass Biathletin Karolin Horchler beim Sommer-Training mit einem Lkw kollidierte. Nun bestreitet die in Diemelsee aufgewachsene Athletin das 15 km Einzelrennen beim schwedischen Weltcup.

Diemelsee/Östersund. Nachdem sie im Sommer noch einen schweren Unfall erlitt, geht Karolin Horchler heute in Östersund beim Biathlon-Weltcuprennen im Einzelrennen über 15 Kilometer an den Start.

„Ich werde es auf jeden Fall genießen“, so die gebürtige Bad Arolserin. Zu Wochenbeginn wurde sie von Bundestrainer Gerald Hönig in den Kader berufen. Bisher ging sie in dieser Saison im zweitklassigen IBU-Cup auf Punktejagd – und das erfolgreich als punktbeste Deutsche. Doch diese fantastische Entwicklung war vor einigen Monaten noch nicht abzusehen.

Während des Trainings im Juni in Ruhpolding wurde die 28-jährige beim Skirollern von einem Lkw erfasst und stürzte in den Straßengraben. Dabei hatte sie Glück im Unglück, denn sie brach sich „nur“ die Schulter. „Ich hätte auch nicht mehr unter uns sein können“, berichtet Horchler gegenüber hr-sport.

Doch lange ließ sich die in Ottlar, in der Gemeinde Diemelsee, aufgewachsene Leistungssportlerin nicht aus der Bahn bringen und begann so schnell wie möglich mit dem Aufbautraining. Obwohl sie zunächst auch mental mit dem Geschehenen zu kämpfen hatte. "Ich habe schnell versucht, positiv zu denken, musste aber in den acht bis zehn Wochen einiges umstellen, hab viel Reha und Physio gemacht."

 Schon bald darauf war sie wieder auf ihren Skirollern unterwegs – anfangs mit nur einem Stock und ohne Schießübungen. Bis sie schließlich so weit war, dass sie bereits im September an den Deutschen Sommermeisterschaften in Ruhpolding teilnehmen konnte, wo sie mit guten Platzierungen überraschte.„Bereits der DM-Start war ein kleines Wunder“, erzählt sie in einem Gespräch mit der Westfalenpost.

Zwar ist die Athletin noch nicht bei 100 Prozent, da ihre Schulter sie noch einschränkt, aber das nimmt die Nordhessin mit Blick auf das heutige Weltcuprennen kämpferisch in Kauf. „Das ist bei einer Schulterverletzung normal.“ Bleibt zu hoffen, dass sie die heutigen 15 Kilometer unbeschadet übersteht und sich in den kommenden Wochen an ihr volles Leistungsvermögen herankämpft. „Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben“, versichert die Biathletin.

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